Hand-Lettering: Nolite te bastardes carborundorum

Neulich habe ich in einer Leserunde mit Alice, Anette und Kathrin den wunderbaren und erschütternden Roman „The Handmaid’s Tale“ von Margaret Atwood gelesen. Dass mich Atwoods dystopische Erzählung nicht losgelassen hat, kann man auch in meinem anderen Blog nachlesen. Die Eindrücke haben sich bis in die kreativen Pause eingeprägt und so wurde ein Schlagwort bzw. Satz das Objekt meiner jüngsten Handlettering-Übungen.

Leider musste ich auch eine etwas unangenehme Feststellung machen. Mein Tombow-Brush-Pen ist scheinbar schon etwas ausgelutscht. In Kurven franst er aus. Den Effekt seht ihr ganz gut im letzten Wort bei dem „b“ und dem „d“. Vielleicht liegt es auch an meiner Technik? Und als ich dann die ausgefransten Kurven ein paar Tage später mit einem Fineliner nachzeichnen wollte, färbten die Linien auf meine Hand ab. Ich habe es nicht gemerkt und war mir ziemlich sicher, dass das bei den Tombow-Stiften und v.A. nach ein paar Tagen Trockenzeit nicht passiert. Grrr. Und von meiner Hand färbte es natürlich auf das Papier ab, weswegen dort jetzt überall kleine schwarze Pünktchen sind. Aber ich hatte eh einen anderen Plan als Schwarz auf Weiß …

Das Ganze braucht natürlich stilechte Farben, die an den Roman angelehnt sind. Hintergrund ist, dass die Kostüme der titelgebenden Handmaid’s in Rot und Weiß gehalten sind. Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden mit dem Ergebnis und vielleicht kommt es sogar an die Wand 🙂 Was ich beim nächsten Mal gerne verbessern würde ist aber der Unterschied zwischen dicken und dünnen Linien. Beim initialen Schreiben war ich damit eigentlich sehr zufrieden. Aber wenn ich jetzt nach ein paar Tagen „Abstand“ auf das fertige Werk schaue, denke ich, dass der Unterschied gar nicht so groß ist!?

Kennt ihr den Roman? Oder ist euch der Satz schon mal begegnet? Bei der Recherche ist mir untergekommen, dass es Pseudo-Latein ist. Es soll sowas heißen wie „Lass dich von den Schweinen nicht unterkriegen“. Leider spreche ich kein Latein und ich wüsste gern was dort wortwörtlich steht – vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen? 🙂 Es gibt ja wahrscheinlich einen Grund, warum es „Pseudo-Latein“ und nicht „Latein“ ist und den Unterschied würde ich gern verstehen.

WIP: A Year in Pixels

Vor einer Weile habe ich auf Twitter einen Ausschnitt aus einem Bullet Journal gesehen, in dem jemand sich einen Mood Tracker bzw. ein Stimmungsbarometer gebastelt hat. D.h. ein Stimmungsbarometer bei dem man für jeden Tag im Jahr eine Farbe wählt und am Ende des Jahres dann eine sehr sehr bunte Übersicht rausbekommt. Leider weiß ich nicht mehr bei wem ich das gesehen habe. Ein Bullet Journal habe ich zwar nicht, aber auf meine „Pixels“ komme ich auch mit anderem Material 😉

Wir ihr seht, habe ich einfach kariertes Papier genommen und es in das Notizbuch meiner Wahl geklebt. Das Foto ist aus dem Januar, also gibt es nicht viel zu sehen. Außer der Erkenntnis, dass die Stimmung von Tag zu Tag ganz schnell umschlagen kann 😉 Tatsächlich habe ich das beibehalten und finde die Idee immer noch ganz schön. Es macht nicht viel Mühe und wenn man es mal zwei Tage vergisst, ist es auch kein Drama. Man weiß ja im Nachhinein (hoffentlich) noch wie man sich die letzten Tage gefühlt hat. Und es ist ein schöner Indikator dafür, wann man stressige oder glückliche Zeiten hat. Es ist anhand der Farben schnell enttarnt, was los war. „Aha, da hatte ich Urlaub. Und an dem Tag hatte ich Ärger mit …“.

Header image photo credit: Amaury Salas

Wie findet ihr die Idee? (Die offensichtlich leider nicht auf meinem Mist gewachsen ist 😉 ) Kennt ihr vielleicht ähnliche Spielereien? Habt ihr eigentlich ein Bullet Journal? Journals aller Art sind ja seit Jahren ein ziemlicher Renner. Für mich bietet sich das irgendwie nicht an, da ich seit Jahren einen fertigen Timer einer Firma benutze und der so perfekt ist, dass ich keinen Grund sehe mir selber einen anzufertigen. Obwohl mich der Gedanke sehr reizt alles selber kreativ zu gestalten.

Gedanken: Meine Top 5 kuriosen Erlebnisse bei Mappensichtungen

Am Mittwoch bzw. Donnerstag startet die Leipziger Buchmesse. Als ich noch Teenager und Studentin war, packte mich bei dem Termin nicht nur die Bücherfan-Euphorie, sondern meistens habe ich mich Monate vorher schon auf den Termin vorbereitet und meine Mappe bearbeitet. Denn zur Leipziger Buchmesse veranstalteten Verlage meistens Mappensichtungen und gaben Künstlern Feedback zu ihren Zeichnungen und Manga-Projekten. Manchmal ging man mit viel konstruktiver Kritik nach Hause, manchmal mit einer Visitenkarte und der Aufforderung etwas einzusenden. Die Urteile waren für mich immer eine sehr persönliche und wichtige Sache. Der Manga, den ich den Verlagen vorgestellt habe, war übrigens Morphin. Also genau der, den man jetzt hier stattdessen online lesen kann. 🙂 Aber ich bin nicht traurig,  dass das Thema für mich erstmal vom Tisch ist. Stattdessen schaue ich gern auf diese spannende Zeit zurück. Und zur Feier des Buchmesse-Starts habe ich mal meine kuriosesten Erlebnisse aus dieser Zeit mitgebracht. Viel Spaß 😉

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Hand-Lettering: Übung und der Meister und so

Den Spruch mit der Übung und den Meister kennen wir alle. 🙂 Heute gibt es nur einen kleinen Auszug aus meinen Handlettering-Gehversuchen. Klappt inzwischen ganz gut, denke ich. Offensichtlich schreibe ich auch Blog-Krams, Leseziele etc in ein ominöses Notizbuch. Man kann nicht genug ominöse Notizbücher haben. 😉

Wie bringt ihr Üben in euren Alltag, wenn es um kreative Dinge, Sprachen, was auch immer geht? Wie geht ihr überhaupt an die Sache ran, wenn es darum geht etwas Neues zu lernen?