Jubel: Blog-Geburtstag (2019)

Nanu!? Dieses Mal ein Beitrag zum Dienstag statt zum Montag? Ja – heute feiert der Blog nämlich seinen sechsten Geburtstag. Er darf jetzt schon in die Schule, der Kleine. Das ist mir einen besonderen Rückblick wert, was so in dem letzten Jahr los war. 🙂 Vielleicht kommt ihr mit? Es war überraschend viel los.

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Preview: Gemüse

Manchmal muss man einfach ein bisschen Spaß haben und Quatsch machen 😉 Ihr könnt gerne wie in vorherigen „Preview“-Beiträgen überlegen, worauf es ausgehend von dem Bildschnipsel im fertigen Bild hinausläuft, aber ich gebe euch einen Tipp: erwartet nichts tiefsinniges. Ich hatte Lust Gemüse zu zeichnen. XD

Header image photo credit: Dmitry Ratushny

Muss ja auch nicht immer tiefsinnig sein? Oder? 😉 Ich freue mich jetzt schon auf das Kolorieren 😀 Es wird bunt.

Techniken: Wie baut man sich eine Copic-Sammlung auf?

Die Idee zu dem Beitrag bekam ich eigentlich durch eine Suchanfrage, durch die scheinbar jemand da draußen in den Untiefen des www hierher gefunden hat. Aber wahrscheinlich keine Antwort bekam, denn ich kann mich nicht erinnern darüber schon mal geschrieben zu haben. Dabei hat mich das Thema auch sehr beschäftigt als ich angefangen habe mit Copics zu illustrieren. Heute muss ich sagen: ich bin es falsch angegangen. Es lohnt sich also doppelt endlich darüber zu schreiben 😉 Das was in dem Beitrag steht, orientiert sich zwar an Copics, genauer Copic ciao, kann aber auf alle möglichen Marker und Brush Pens angewendet werden – mit Abstrichen sogar auf das Aufbauen von Farbsammlungen jeglicher Hinsicht. #GeschichtenVonDenAnfängen

Mäßig cool: der Grundfarben-Ansatz

In meinem zarten Teenager-Alter kam mir die Idee mir Copics zu bestellen und anzufangen mit ihnen zu illustrieren. Vorher waren Buntstifte mein Werkzeug. Da Copic ciao günstiger waren, habe ich mit denen angefangen. Heute ist der Markt vielfältiger, man hat viel mehr Auswahl als teure Copics zu nehmen. Damals gab es aber eigentlich nur die und nichts anderes. Etwas naiv dachte ich „Naja, da nimmst du halt möglichst reine Grundfarben, dann kannst du alles mischen. Das soll ja mit Copics funktionieren.“ Da damals ein Copic ciao so um die 5-8€ gekostet hat, musste ich darauf sparen Okay, ganz naiv war ich vielleicht nicht – ich habe daran gedacht, dass ich Hautfarbe wohl mit den Grundfarben kaum mischen kann und gleich kaufen sollte. Ich wusste auch, dass ich Braun viel für Haare, Tiere, Gebäude etc brauchen würde und Grau zum Schattieren. Das war wohl das schlauste an meinem Vorgehen 😉

Warum sind die Grundfarben ein Problem? Weil sie zu gesättigt und zu dunkel sind. Man kann mit ihnen nur mit großem Materialaufwand mischen. Beim Mischen von Orange habe ich mir beispielsweise den gelben Copic fast sofort ruiniert. Andere Farben sind so selten im Gebrauch, dass ich meinen ersten Copic heute noch habe – im Falle des Grüns beispielsweise. Das Blau, das ich damals verwendet habe war eher „Lapislazuli“ und ich habe es nicht wieder nachgekauft, nachdem ich es aufgebraucht habe, weil ich es zu wenig in Verwendung hatte. Das Blau im Bild ist nur ein „Platzhalter“. Heute würde ich mal abgesehen von dem „mitteleuropäisch-weißen Hautfarbton“ (aka „E51 Milky White“ in Copic-Sprache), dem Grau, dem Braun und dem Schwarz alles anders machen.

Besser: einen Tick heller

Geht man einen Tick heller, hat man es mit dem Mischen der Farben viel leichter wie ich versucht habe in dem Bild zu demonstrieren, indem ich ein paar Übergänge illustriert habe. Dunkler mischen geht halt immer, heller mischen weniger. 😉 Dann kommt es natürlich auch immer noch darauf an, was man eigentlich vorrangig zeichnet. Wenn meine Motive alle Unter Wasser spielen würden, hätte ich wohl eine breitere Palette an Blautönen. Nur als ein Beispiel. Tatsächlich sind Pastelltöne bzw. solche Mitteltöne wie das Orange in den Bild die Sorte Copics gewesen, die ich mir als nächstes geleistet habe. (Ich stelle gerade fest, dass ich vergessen habe das Blau und Lila ins Bild zu nehmen … falls es euch interessiert, meldet euch bei mir.)

Für Mutige: ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt

Ein ganz anderer Ansatz ist, dass man einfach den Naturalismus oder Realismus außen vor lässt und sich ein spezifisches Farbspektrum überlegt. D.h. man malt beispielsweise seine Charaktere rosa bis rot, die Umwelt grundsätzlich in Blautönen und Gegenstände … was weiß ich, grundsätzlich orange und türkis. 😀 Tada. Das ist kreativ und erlaubt es einem, dass man in eine ausgefeilte Palette investiert und von Anfang an ohne große Mischaufwände alles hat, was man braucht in heller, mittlerer und dunklerer Ausführung um perfekte Übergänge zu schaffen. Ich nenne das mal den „Paper Girls“-Ansatz 😉 Falls ihr die Comicreihe nicht kennt, folgt mir hierher und schaut euch mal die Cover an, das sagt alles. Das Foto zeigt beispielsweise die Copic-Farben, die ich für mein Bullet Journal benutze.

Wie habt ihr angefangen euch eine Copic-Sammlung aufzubauen? Und was habt ihr dabei richtig gemacht – und was nicht? Kennt ihr Paper Girls? 😉 Und könnt ihr meine Ratschläge vertreten oder eher nicht? Den Großteil meiner aktuellen Copic-Sammlung sieht man übrigens hier – und das ist im Grunde mehr als man braucht um klarzukommen.

Techniken: Weiß ist nicht gleich Weiß …

Zuerst wollte ich eigentlich über meine recht dünne Zeichenmaterial-Ausbeute aus Japan schreiben. In meiner Vorstellung würde ich aus Japan mit Tonnen an Fude-Pens, Rasterfolien oder was auch immer zurückkommen. Inzwischen gehen Raster aber nur noch digital bei mir, wenn überhaupt. Es durfte nur ein Washi-Tape mit und ein Stift von Deleter. Immerhin ist Deleter eine unter Mangazeichnern bekannte Firma. Besagter Stift hatte dann aber eine andere Eigenschaft. Bzw. hatte nicht …

Eigentlich sollte er weißen. Ich habe mehrere davon zuhause, beispielsweise von Edding für Oberflächen, die alle so mehr oder weniger weißen. Natürlich kann man auch Tipp-Ex nehmen. Das kann aber schwer zu handhaben sein. Als ich dann in einem Geschäft in Japan Zeichnerbedarf fand, war ich neugierig. Da gab es einen Weißstift von Deleter. Aber gerade so auf Brush-Pens angewendet wirkt er eher ein und die Farbe des Untergrunds scheint noch durch. Um den Effekt hier überhaupt zu erzielen, habe ich ca drei Schichten aufgetragen und es schimmert immer noch bläulich durch. Sehr schade. Soviel zu meiner Japan-Ausbeute …

Was benutzt ihr zum Weißen? Habt ihr einen heißen Tipp für mich? Bevor ihr euch wundert was das mit „Adaptionen aus Literaturklassikern“ zutun hat … 🙂 das ist die Überschrift einer Seite aus meinem Bullet Journal, wo ich aufschreibe, zu welchem Thema ich gerade Filme schaue. Offensichtlich zu „Adaptionen aus Literaturklassikern“. Vielleicht habt ihr ja auch da einen Tipp 😉

Hand-Lettering: Wie „lettert“ man japanische Schriftzeichen?

Das habe ich mich kurz vor der Japanreise gefragt – und bin noch zu keiner Antwort gekommen. Man setzt den Stift durch das Aneinanderreihen der Striche zwangsläufig etwas öfter ab. Und es gibt auch gefühlt weniger Rundungen als in westlicher Schreibschrift. Ein paar Kana sind mir zwar ganz gut gelungen, aber es stellt sich nicht wirklich ein „Fluss“ beim Schreiben ein und bei den meisten Kana sieht man gar nicht, dass ich versucht habe zu „kalligrafieren“. Schade. Ob es an der Wahl der Brush Pens liegt?

Schaut man japanische Filme und sieht dort wie Kalligrafie gemacht wird, dann haben die Schreiber dort idR sehr dicke Pinselstifte und schreiben auch eher Kanji als Kana. Dabei setzen sie manchmal nicht ab. Vielleicht ist das das Geheimnis? Habt ihr euch schon mal daran gewagt in einer anderen Sprache und sogar mit einem ganz anderen Alphabet zu lettern?