Preview: Reich mir die Flosse

Neulich bekam ich eine fixe Idee und habe die Gunst der Stunde genutzt und sofort gezeichnet, was mir im Kopf rumging. Meistens eine gute Idee, wenn es sich irgendwie einrichten lässt. Inzwischen ist das Bild eigentlich fertig. Aber ihr kennt das ja schon … ich lasse euch gern vermuten und ein paar Sätze dazu sagen, was ihr bei Anblick eines Schnipsels einer Illustration erwartet und denkt. 🙂 Was meint ihr, hat es mit dieser freundlichen Hand auf sich? Welche Gefühle weckt der Anblick in euch? XD

Header image photo credit: Dmitry Ratushny

Zumindest dieses Mal bin ich mir wenigstens ein kleines bisschen sicher, was für Gefühle der Ausschnitt weckt XD Die letzten Male habe ich nicht wirklich richtig gelegen. Bald zeige ich euch auch, was daraus geworden ist 🙂

Gedanken: Manchmal sind es die kleinen Dinge …

Zur Zeit fällt es mir sehr schwer Kunst in den Alltag einfließen zu lassen. Oder mich einfach hinzusetzen und etwas zu zeichnen, weil es immer irgendeine Notwendigkeiten des alltäglichen Lebens gibt, die wichtiger ist. Es wird bald nachts frieren, du musst die Balkonpflanzen winterfest verpacken. Du musst diese und jene Unterlagen suchen, die brauchst du beim Termin mit X. Eigentlich müsstest du mal wieder dieses und jenes am Blog machen. Und du brauchst noch ein Geburtstagsgeschenk für M … . Aber es ist sehr tröstlich, dass man Zeichnen, Illustrieren, Gestalten und Hand-Lettering auch sehr einfach in den Alltag integrieren kann … :‘)

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Zeichnung: Portraits zeichnen I

Schreiben lernt man nur durch schreiben, Zeichnen nur durch zeichnen. Als ich vor einer Weile den Blog öffnete, sah ich wieviel Hand-Lettering Posts ich gemacht habe. Und wie wenig in den letzten Monaten gezeichnet. Da wurde ich etwas nachdenklich. Hatte ich nicht unendlich viele Ambitionen Anfang des Jahres? Das Skizzenbuch ist etwas eingeschlafen, mit dem Portraits zeichnen habe ich nicht weitergemacht, ich habe stattdessen wirklich sehr viel gelettert. Das kann so nicht bleiben 🙂

Natürlich ist das mit dem Hand-Lettering nicht so schlecht 😉 Ich würde glatt behaupten, dass ich inzwischen einiges ausprobiert habe, aus dem Kopf beherrsche, keine allzu zittrige Hand mehr habe und wahrscheinlich sogar meinen Stil gefunden habe. Einen, mit dem ich mich am ehesten Zuhause fühle. Die Fortschritte sind groß und das ist schön. Das ist alles eine gute Sache. 🙂 Aber vielleicht wird es auch Zeit sich wieder dem zu widmen, was ich mir für mich als (Hobby)Illustratorin wünsche. Vor Allem wünsche ich mir ja wieder regelmäßig zu zeichnen und nicht stehen zu bleiben. Und das geht am besten in dem man wenigstens regelmäßig etwas skribbelt oder noch besser: sich Ziele setzt. Und meins war schon zu Beginn des Jahres Portraits und danach vllt Anatomie in Angriff zu nehmen. Meine Fortschritte möchte ich regelmäßig mit euch teilen. Mal schauen wo die Reise hingeht. Startpunkt sind Portraits wie dieses, das ich schon mal mit euch geteilt habe.

Zur Seite steht mir ein Buch, das ich mal auf einer Leipziger Buchmesse fand. Es heißt zwar 15 Minuten Gesichter, aber das Buch ist nicht in 15 Minuten gelesen. Und die „Theorie“ auch nicht gelernt. Zumindest, wenn man alles mitprobieren will. Die ersten Seiten sind vielleicht nicht so spannend, weil sie Materialien erklären. Ein notwendiges Kapitel, aber auch eins, das Zeichner schon in hundert Büchern gesehen haben und auswendig kennen. Danach geht es erstmal los mit einzelnen Sinnesorganen – Augen, Mund, Nase, etc. So richtig spannend ist es also noch nicht, denn gerade Augen zeichne ich eigentlich recht gern und kenne schon einige Kniffe. Aber Nasen sind so ein Thema 😉

Wie habt ihr zeichnen gelernt bzw wie verbessert ihr euch? Greift ihr zu Büchern, Online-Kursen, Kursen in einer VHS? Oder übt ihr einfach drauf los? Und wie steht es um eure Neujahrsvorsätze? 🙂

Hand-Lettering: Auf dem Weg zum eigenen Stil … und: „In meinem Herzen …“

Neulich habe ich euch schon mal ein Snippet von einem scheinbar idyllischen Örtchen gezeigt. Tatsächlich habe ich in letzter Zeit zum Einen angefangen mir sowas wie eine eigene Handlettering Handschrift zuzulegen. Zweitens habe ich angefangen das was ich geschrieben habe auch etwas zu illustrieren. Heute seht ihr das ganze Exemplar – und wie es entstanden ist.

Meine bisherige Handlettering-Handschrift hatte ich aus Übungsblättern, die man im Internet runterladen kann. Falls die einem so gut gefällt, dass man nicht von ihr weg will, mag das ja ok sein. Aber bei all den schwungvollen Schriften, die ich auf Instagram oder Pinterest sah, wollte ich auch etwas leichteres, lockeres. Und so stückelte ich mir aus Schriften, die ich sehr mochte irgendwie etwas zusammen, von dem ich denke, dass sich die Buchstaben gut ergänzen. Ihr seht also: „eigene“ Handschrift ist ein sehr relativer Begriff. Und wie ihr oben seht sind die ersten Gehversuche auch erstmal etwas schlaksig. Ich ließ das Zitat ruhen und wagte mich später nochmal ran. Übrigens ist es ein Zitat aus dem Buch Die Ermordung des Commendatore Band 2: Eine Metapher wandelt sich von Haruki Murakami.

Beflügelt von der Anschaffung von ein paar neuen Brush Pens und frischen Farben, machte ich mich einige Handlettering-Übungen später nochmal ran und habe instant genau das hinbekommen, was mir so vorschwebte für das Bild. Manchmal läuft’s eben. Leider bekommt der Scanner die Farben bei weitem nicht so satt hin wie sie in echt aussehen. Deswegen hier zum Vergleich nochmal ein Foto. Obwohl es nicht das ganze Zitat ist, was ich in dem Buch so mochte, bildet es zusammen mit dem Bild ganz gut ab was ich damals empfunden habe. Mich an einem Ort verkriechen zu wollen, wo es mir gut geht und mich die feindselige Stimmung der Außenwelt nicht erreicht. Das Bild ist während der Hitzewelle entstanden als gefühlt jeder da draußen gereizt und genervt und matt von der Hitze war 😉 Ihr seht der Grund ist halb so dramatisch …

Müsst ihr auch manchmal in der richtigen Stimmung für ein Bild oder etwas anderes Kreatives sein? Wieviele Anläufe braucht ihr, wenn ihr euch eine eigene Handschrift (in welchem Sinne auch immer) aneignen wollt? Habt ihr das schon mal ausprobiert?

Aquarell: Erste Gehversuche

Als ich im Frühjahr umgezogen bin und ein weiteres Mal durch irgendeinen Baumarkt lief um irgendwas zu kaufen (sicherlich etwas das beim Küchenbau fehlte), verirrte ich mich irgendwie in einen Gang mit Kunstbedarf. Hätte ich dort gar nicht erwartet. Und da lächelte mich eine Palette mit Aquarellfarben an. Ein fixer Gedanke, eine Eingebung: ich mache mal Aquarell.

Allerdings war bei Umzugsnachbereitungen und Küchenbau erstmal gar nicht ans malen und zeichnen zu denken. Höchstens ans malern. Ha. Jetzt vor Kurzem aber war Raum da. Und Zeit. Bzw. habe ich sie mir genommen. Wer diesen Blog hier verfolgt, weiß, dass ich eher zeichne und mit Brush Pens und Markern unterwegs bin. „Nasse“ Materialien und Malen war in den letzten Jahren echt nicht meine Wahl. Aber im Laufe der Zeit habe ich auf DeviantArt, Kunstmärkten, bei Ausstellungen und in Youtube-Videos soviele wunderbare Aquarelle und deren Schaffungsprozess gesehen, dass ich oft gedacht habe: warum nicht mal probieren? Es sah nach Spaß aus 😉 Andererseits wusste ich nicht viel darüber wie man mit Aquarellfarben malt. Alles was ich kannte war Acryl, womit ich vor einer Weile in meiner Freizeit öfter mal gemalt habe. Und davor die klassischen Wasserfarben in der Schule. Eine große Hilfe war mir das folgende Video von zeilenzumtee 😀

„Aquarell für Anfänger – 4 Techniken | DIY Lesezeichen | Mini Verlosung (Beendet)“, via zeilenzumtee (Youtube)

Danach wusste ich, dass Aquarellfarben lange vermalbar sind, man ggf Trockenzeit mit einberechnen muss und dass ich durstige Pinsel und starkes Papier brauchen würde. Normales wellt sich zu stark und die Oberfläche wird durch das häufige vermalen und auftragen angegriffen und beginnt zu „fusseln“. Genauso wie im Video gezeigt, musste ich auch früher oder später das Bild auf einer Unterlage mit Malerkreppband festkleben, weil sich auch das starke Papier etwas gewellt hat. Unter dem Begriff durstige Pinsel konnte ich mir wenig vorstellen, aber ich schaute nach sehr weichen Pinseln, die viel Wasser aufnehmen können. Allerdings habe ich mich an Kunsthaarpinsel gehalten und sehe noch nicht so wirklich einen Grund mir teure Echthaarpinsel zu kaufen. Die Preise haben nach oben scheinbar keine Grenzen. So habe ich mir einen Flachpinsel, verschieden große und dünne Rund- bzw. Spitzpinsel geholt und ein geiles Teil, das ich vorher tatsächlich nicht kannte: einen Verwaschpinsel. Das ist tatsächlich der mit dem ich am meisten gearbeitet habe. Das ist der etwas dickere, der so fein zur Spitze zusammenläuft.

Mein „Malkasten“ ist von der Firma Lukas und sehr erschwinglich. Das war der, der im Baumarkt rumlag. 😉 Die Farben lassen keine Wünsche offen und obwohl die kleinen Farbnäpfe wirklich winzig sind, habe ich schnell gelernt, dass Aquarell sehr stark pigmentiert und ergiebig ist. Davon werde ich wohl also doch noch eine Weile etwas haben. Dank der Arbeit mit Brush Pens bin ich nicht zum Grobmotoriker geworden und es klappt noch einigermaßen, auch wenn ich lange keine „echten“ Pinsel angefasst habe. Es hat Spaß gemacht 🙂 Mein Freund hat ganz ketzerisch gefragt, ob es zwischen Aquarell- und Wasserfarben einen Unterschied gibt und nicht einfach einen normalen Schul-Malkasten nehmen kann. Naja, vom Namen her steckt in beidem „Wasser“ und man kann schließlich alles davon mit Wasser auftragen. Aber die Aquarellfarben sind scheinbar länger mit Wasser vermalbar und man kann mit der Intensität viel mehr variieren, dadurch dass sie so lange vermalbar sind. Ich kann verstehen, warum soviele auch gerne Handlettering damit machen. Schließlich kann man die Farben vermischen, was einem bei anderen Brush Pens schon mal den Stift ruinieren kann. Ich habe auch (in Anlehnung an das Tutorial von zeilenzumtee) ein Bild angefangen. Aber dazu gibt es hier erstmal nur einen Teaser und das nächste Mal ein WIP 😉 Ihr seht aber schon wo die Reise hingeht …

Header image photo credit: Nick Collins

Malt ihr und habt selber schon mit Aquarellen gearbeitet? Wie kommt ihr damit klar? Habt ihr Tipps für mich? Wie steht ihr eigentlich zum Kauf von Kunstbedarf? Kann das teure Zeug was oder vertretet ihr auch die Meinung, dass die günstigeren Produkte einen oftmals genauso weit bringen?

Animation: Bewegtes „Happy Monster Forest“

Neulich habe ich euch schon das WIP zum „Happy Monster Forest“ gezeigt – aber noch nicht das Endprodukt. Denn während ich da so ins Dunkel grinsende Gesichter zeichnete, entstand der Gedanke, dass da ja noch mehr als ein grinsendes Etwas lauern könnte …

Header image photo credit: rawpixel

Animation ist jetzt offiziell eine neue Kategorie im Blog und ich hoffe, dass ich jetzt in größeren Abständen eine zustande bringe. Und eben auch nicht nur als bewegte WIP. Und bevor ihr fragt: GIFs sind wahrscheinlich die praktischste Option kleine Animationen zu verbreiten. 🙂 Was haltet ihr von der Animation? Gebt mir gerne Feedback zum Timing, Layout, Farbgebung … allem. Gerade was die Komponente „Zeit“ betrifft, habe ich nicht allzu viel Erfahrung, weil das quasi meine erste Animation ist. Mal abgesehen von den WIPs natürlich.

WIP: „Happy Monster Forest“

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich könnte solche animierten WIPs stundenlang angucken. Die Zwischenschritte bis zu einem fertigen Bild finde ich immer wieder spannend, selbst wenn es mein eigenes ist und ich die noch ganz gut in Erinnerung habe. Damit fühlt sich die Arbeit, die dahinter steckt und der Schaffungsprozess nicht mehr ganz so flüchtig an. Das Bild was ich euch heute zeige hat eine relativ sprunghafte und wendungsreiche Entstehungsgeschichte …

Als ich gefühlt vor Ewigkeiten die erste Staffel der Serie Channel Zero schaute, war ich positiv überrascht. Mal was anderes, slightly creepy. Es gibt darin eine Stelle, in der die Kamera den Wald fixiert und es dem Zuschauer überlässt sich zu überlegen, ob darin etwas gruseliges lauert. Das fand ich ganz spannend und wollte die Idee in ein Bild packen. Grünzeug zeichnen liegt mir auch und macht mir viel Spaß. An die Szene im Film habe ich mich dabei nicht gehalten, sondern was eigenes versucht. Ich hätte gern über Schraffur einen Tiefeneffekt erzeugt und viele Grauschattierungen eingearbeitet die als Verlauf bis zur Mitte dann ins Schwarz übergehen. Und das Schwarz sollte ein hypnotischer, leerer Fleck in der Mitte sein. Der Effekt, dass das Grünzeug quasi aus dem Passepartou platzt sollte das unterstreichen.

Da ihr nun das Bild gesehen habt, wisst ihr, dass es das nicht ganz geworden ist. ^^‘ Aber mit Intention. Erstmal lag das Bild eine ganze Weile. Eine ganze Weile. Dann holte ich es irgendwann aus der Versenkung, war irgendwie in einer witzigen Stimmung, hatte gute Laune und da kam mir die Idee, dem ganzen eine andere Note zu geben. Ich wollte, dass es witzig, aber auch etwas creepy ist. Dadurch wich die reine Schwärze dem grinsenden Etwas. Es sollte Gedanken auslösen wie „Was ist das? Ein Mensch ja nicht!“ und dass es auf den zweiten Blick creepy wird, weil das breite Grinsen umso mehr den Eindruck erweckt, dass das Ding eine Intention hat. Warum versteckt es sich im Dunkel? Ist mir das geglückt?? 🙂 Übrigens gibt es da noch eine zweite Stufe. Ich habe mir überlegt daraus eine kleine Animation zu machen, die ich euch dann wahrscheinlich in den nächsten Wochen zeige.

Header image photo credit: Amaury Salas

Habt ihr auch so ein Ding, an dem ihr länger gesessen habt und dass dann seine Bedeutung verändert hat? Bzw. dessen Bedeutung ihr dann verändert habt? Vielleicht ist es manchmal sehr hilfreich etwas liegen zu lassen – manchmal wahrscheinlich aber auch nicht. Das Snippet hier lasse ich beispielsweise gerade wieder liegen, bis meine Stimmung passt um es weiterzuzeichnen. Was irgendwie nicht so angenehm ist, da ich dafür (entgegen eures Raten was es damit auf sich hat 😉 ) eine relativ düstere brauche. Und das will ich eigentlich nicht XD Quel dilemme! Ich warte einfach bis November und es graues Regenwetter gibt, das passt dann auch.

Hand-Lettering: Laughter and Tears

Auch wenn das den Blog in letzter Zeit etwas eintönig gestaltet (zumindest was die Thumbnails betrifft), mache ich mal weiter – denn irgendwie habe ich mit dem Thema Lettering gerade einen Lauf. Außerdem passt es so schön zu den Outtakes aus der letzten Woche und der Frage, zu welchem Ergebnis der wunderbare Verschreiber dann letzten Endes führte …

Benutzt habe ich Brush Pens von Schnaud, die etwas anders in ihrer Handhabe sind. Ihr habt die schon mal in diesem Beitrag gesehen und ich werde bestimmt noch einen Vergleich zu anderen Brush Pens machen. Soviel vorweg: ich habe schonmal die Erfahrung gemacht, dass man sich mit der Pinselspitze ganz gut „in die Kurve“ legen kann, weswegen das Ergebnis etwas anders aussieht als sonst. So, jetzt aber zu dem wunderbaren Zitat von Kurt Vonnegut:

Ich habe mich entschieden nicht das ganze Zitat ausschweifend zu schreiben, sondern dazwischen nüchtern – weil es das ja auch irgendwie ist. Aber gerade jetzt, wo mich eine üble Sommergrippe erwischt hat, finde ich den Spruch sehr passend und nehme mir den zu Herzen. Nicht verzagen. Hätte ich das nicht bereits vor über einer Woche gelettert, wäre es bestimmt auch etwas heilsam gewesen. Und weil es meinem Nerv auch schon „damals“ so getroffen hat, durfte es direkt an die Wand. (Heute gibt es übrigens nur Fotos, weil der Scanner das apricot frisst.)

Wie gefällt euch das Zitat? Vonnegut hat mich übrigens hier auch schon mal beschäftigt und ich plane das eine oder andere von ihm zu lesen, wobei es mich etwas mehr zu seinen Science-Fiction-Werken hinzieht. Habt ihr schon etwas von ihm gelesen? Und wie gefällt euch das Ergebnis oben? Hängt ihr eigentlich eure eigenen kreativen Ergüsse an die Wand? Ich habe mich tatsächlich eine zeit lang davor etwas geziert.

Hand-Lettering: Outtakes I

Alle Streben nach Perfektion. Wie schön dem mal bewusst entgegen wirken zu können. 🙂 Denn: es gelingt nicht immer alles. Die meisten sind nur zu feige es zuzugeben oder zu zeigen. In dem Sinne heute mal was ganz anderes: „Outtakes“.

Bevor ich anfange zu lettern bzw. mich in Kalligrafie zu üben, steht „Warmwerden“ an. Meistens bin ich dabei so konzentriert auf das lettern, dass ich gerne mal die Rechtschreibung außer Acht lasse…. das sollte eigentlich „Laughter“ werden.

Und wenn dann noch soviel zu beachten ist wie bei rainbow lettering, dann geht das gerne mal daneben so aus dem Kaltstart. Siehe das „all“. ^^‘ Über Farbübergänge wollen wir auch nicht reden …

Was sind eure häufigsten Fehler? Und habt ihr schon Mittel dagegen gefunden? Bei mir ist es meistens einfach nur, dass ich mir wirklich Zeit nehme, für Ruhe sorge und nichts überstürze. Ansonsten wird aus Laughter eben schnell mal was anderes … . Ich hoffe ihr findet es auch so sympathisch wie ich, wenn man mal vom Perfektionswahn abrückt und zeigt, dass Übung halt immer noch den Meister macht und eben kein Meister vom Himmel gefallen ist.

Hand-Lettering: „Lost Things“ und ein gescheiterter Regenbogen

Nachdem sich privat nun so langsam alles gelegt hat, komme ich auch endlich mal wieder dazu mich kreativen Dingen zu widmen. Hand-Lettering hatte ich ein wenig aus den Augen verloren. Natürlich poppte aber dank toller Algorithmen ein Youtube-Video in den Vorschlägen auf, das mich daran erinnerte, dass ich ja eigentlich ganz gern Handlettering gemacht habe. Da durchfuhr es mich wie ein Schlag: ich habe neulich sogenannte Watercolor Brush Pens angeschafft, die ich noch nicht mal getestet habe. Das wird höchste Zeit …

Was ihr hier seht ist meine Aufwärmung – und die brauchte ich wirklich. Man kann sagen: ich war raus. Ganz so schlimm wie das Anfangen mit Brush-Lettering war der Wiedereinstieg nicht, aber es fühlte sich trotzdem etwas hakelig an. Die Stifte waren aber in jedem Fall ganz cool und es macht Spaß farbig lettern zu können. Zwar habe ich Copics, aber ich habe ja schon an anderer Stelle geschrieben, dass ich die nicht ganz so ideal finde. Von so einer Art „Rainbow Lettering“ bin ich aber offensichtlich noch sehr weit entfernt …

Wie man sieht stimmt an dem Bild fast nix. In so ziemlich jedem Wort gibt es irgendeinen Makel. Der offensichtlichste ist wie ich bei dem „all“ in der ersten Zeile verrutscht bin. Und das vermalen der Übergänge muss ich noch üben. Deswegen … back to the roots. Als ich dann wieder „drin“ war, ist diese zweifarbige Version entstanden … ich glaube solche einfachen displays sind wohl eher mein Ding ^^‘ Naja. Zumindest weiß ich jetzt, was ich mal üben kann.

Ich komme nicht umhin zu bemerken, dass ich zwar schon mal auf dem Weg war mir eine eigene Handlettering-Handschrift zuzulegen, aber scheinbar von diesem Weg wieder abgekommen bin. Zulange nichts gemacht. Aber vielleicht wird es ja. Habt ihr evtl Tipps für mich? Wie habt ihr euch eine eigene Handschrift zugelegt? Und wenn ich mir manches Video so anschaue, habe ich viel Respekt vor Künstlern, die mit dem Pinsel lettern … macht ihr das? Funktioniert das gut für euch?

Preview: Hände

Um auch mal über etwas anderes als MIDAS zu reden, zeige ich euch heute etwas neues, woran ich gerade arbeite. Auf dem Ausschnitt gibt es nicht soviel zu sehen und das Bild wird auch eher minimalistisch, aber vielleicht lädt es euch ja zum spekulieren ein, was Gegenstand des Bildes wird. 😉 Ich muss gestehen, dass es aus der kalten, regnerischen Außenwelt vor meinem Fenster und melancholischen bis dramatischen Songs entstanden ist 😉

Header image photo credit: Dmitry Ratushny

Könnt ihr erraten, worum es in dem Bild gehen könnte? Was seht ihr gerade, wenn ihr aus dem Fenster schaut? Achso … und mit MIDAS ist es noch nicht ganz vorbei, da gibt es noch das eine oder andere zum drüber reden 🙂

WIP: A Year in Pixels

Vor einer Weile habe ich auf Twitter einen Ausschnitt aus einem Bullet Journal gesehen, in dem jemand sich einen Mood Tracker bzw. ein Stimmungsbarometer gebastelt hat. D.h. ein Stimmungsbarometer bei dem man für jeden Tag im Jahr eine Farbe wählt und am Ende des Jahres dann eine sehr sehr bunte Übersicht rausbekommt. Leider weiß ich nicht mehr bei wem ich das gesehen habe. Ein Bullet Journal habe ich zwar nicht, aber auf meine „Pixels“ komme ich auch mit anderem Material 😉

Wir ihr seht, habe ich einfach kariertes Papier genommen und es in das Notizbuch meiner Wahl geklebt. Das Foto ist aus dem Januar, also gibt es nicht viel zu sehen. Außer der Erkenntnis, dass die Stimmung von Tag zu Tag ganz schnell umschlagen kann 😉 Tatsächlich habe ich das beibehalten und finde die Idee immer noch ganz schön. Es macht nicht viel Mühe und wenn man es mal zwei Tage vergisst, ist es auch kein Drama. Man weiß ja im Nachhinein (hoffentlich) noch wie man sich die letzten Tage gefühlt hat. Und es ist ein schöner Indikator dafür, wann man stressige oder glückliche Zeiten hat. Es ist anhand der Farben schnell enttarnt, was los war. „Aha, da hatte ich Urlaub. Und an dem Tag hatte ich Ärger mit …“.

Header image photo credit: Amaury Salas

Wie findet ihr die Idee? (Die offensichtlich leider nicht auf meinem Mist gewachsen ist 😉 ) Kennt ihr vielleicht ähnliche Spielereien? Habt ihr eigentlich ein Bullet Journal? Journals aller Art sind ja seit Jahren ein ziemlicher Renner. Für mich bietet sich das irgendwie nicht an, da ich seit Jahren einen fertigen Timer einer Firma benutze und der so perfekt ist, dass ich keinen Grund sehe mir selber einen anzufertigen. Obwohl mich der Gedanke sehr reizt alles selber kreativ zu gestalten.