Technik: Besprechung „Die Kunst des Zeichnens 15 Minuten Gesichter“

Buchbesprechungen kennt man sonst eigentlich nur von meinem anderen Blog 🙂 Aber schon vor einer Weile habe ich mir mal vorgenommen im Portrait zeichnen besser zu werden und mir dazu „Hilfe“ in Form des Buchs aus dem TOPP-Verlag geholt. Vielleicht interessiert es ja auch den einen oder anderen von euch da draußen, ob das Buch dem geübten Zeichner noch etwas Neues beibringt und was es mit den „15 Minuten“ im Titel auf sich hat.

Da das Buch im Urschleim anfängt und anfangs Zeichenmaterialien erklärt (ja, Bleistifte und so), ist recht bald klar, dass nicht zu erwarten ist das Buch in 15 Minuten durchgeackert zu haben. Wie ich anfangs tatsächlich dachte, da es auch ein relativ dünnes Buch ist. ^^‘ Viel mehr ist es das Ziel, dass man später in 15 Minuten Portraits zeichnen kann. Damit sind sicherlich keine perfekt ausschraffierten gemeint, sondern rudimentäre, aber punktgenaue Abbildungen. Nach den ersten Seiten mit aus meiner Sicht überflüssigen Erklärungen zu Materialien und Techniken wie Schraffur geht es aber recht flott los. Man bekommt eine sehr knappe, aber effektive und bebilderte Auflistung der Anatomie des Gesichts. Anfangs liegt der Fokus auf den einzelnen Organen wie der Nase oder den Augen, geht über zu den Proportionen des Gesichts und weiter zu anderen Details bis hin zum Zeichnen von Kindergesichtern oder denen älterer Menschen.

An den Rändern sind jeweils einige Hinweise und Hilfestellungen. Das Buch ist durchgängig bebildert mit Teilschritten vom Portrait zeichnen oder schematischen Skizzen. Im Grunde sind fast alle Abbildungen im Buch Skizzen, was das Adaptieren vereinfacht und ein rundes Gesamtbild liefert. Nach den Erklärungen gibt es Übungen in denen man sich quasi an der „15 Minuten Challenge“ versucht, d.h. das auf einem Foto abgebildete Gesicht portraitieren soll. Diese Übungen häufen sich bis zum Ende. Damit man einen Anfang kriegt, sind dort schematische Darstellungen der Zwischenschritte, quasi „work in progress“. Das ist an und für sich eine schöne Idee, aber die Fotos sind für meinen Geschmack viel zu klein und zu schwach kontrastiert als dass ich davon sehr effektiv zeichnen könnte.

Habe ich nun was neues mit dem Buch gelernt? Jein. Es gibt einige Details, die ich nicht wusste und bei denen ich einen Aha-Effekt hatte. Beispielsweise ist mir nie aufgefallen, dass die menschliche Iris idR auf dem unteren Lid „aufsetzt“ und nur vom oberen Augenlid verdeckt wird. Aber die meisten Fakten und Details zur Anatomie des menschlichen Gesichts wusste ich, habe ich aber verdrängt. Das Buch hat insofern sehr geholfen mir all die Details wieder bewusst zu machen. Zum Üben habe ich mir Fotos aus Zeitschriften oder Instagram hergenommen und versucht die vielen Fakten und Hinweise zu beachten. Und ich habe tatsächlich den Eindruck, dass es mir was bringt. Ein paar Ergebnisse habe ich vor zwei Wochen schon mal gezeigt. Und ich denke es wird mir ein hilfreiches Nachschlagewerk sein. Aber im Großen und Ganzen lautet die Formel natürlich: üben, üben, üben! Für Anfänger halte ich es für einen guten Kurs, für Profis erachte ich es als ein gutes Nachschlagewerk oder eine Auffrischung; aber in beiden Fällen finde ich die Fotos für die Übungen einfach zu klein.

Habt ihr das Buch zufälligerweise auch im Regal? Und hat es euch geholfen? Wie habt ihr euch an das Portraits zeichnen herangetastet? Bei mir ist es bereits der xte Versuch. Es fällt mir schwer zu beschreiben, woran es in der Vergangenheit scheitert. Vielleicht weil ich bei menschlichen Gesichtern nie eine Routine entwickelt habe? Es gibt einfach so viele Details. Das menschliche Gesicht ist sehr komplex geformt und oftmals müssen Formen aufgrund des Abhandenseins von klaren Kanten „modelliert werden“, was echt knifflig ist. Für viele sind die Hände das schwierigste am menschlichen Körper – ich finde Gesichter schwieriger. Inwiefern das Verfallen in den Mangastil stört, kann ich nicht beurteilen.

Zeichnung: Portraits zeichnen II

Es ist ja schmerzhaft lange her, dass ich das letzte Mal über meine Gehversuche im (besser) Portrait zeichnen lernen berichtet habe. Nämlich über ein Jahr. Ups. Seitdem lag hier das Buch „15 Minuten Gesichter“ aus der Reihe „Die Kunst des Zeichnens“ aus dem Topp Verlag rum. Im Neujahrs-Eifer habe ich das Buch nun endlich durchgearbeitet und das Üben wieder aufgenommen. Ein kleiner Zwischenbericht.

Warum will ich eigentlich unbedingt Portraits zeichnen können? Bevor man sich einen eigenen Stil aneignet, sollte man erstmal grundsätzlich zeichnen können und die Basics beherrschen – so meine Auffassung. Objekte, Gebäude, Pflanzen, manche Tiere – das krieg ich schon hin. Aber Menschen hatten immer so eine ganz eigene Komplexität, die ich schwer zu greifen bekam. Durch jahrelanges Manga zeichnen wurde das nicht besser. Meine Menschen hatten immer einen Schlag Manga inne. Vor Allem die dezenten Formen im menschlichen Gesicht sind tough finde ich. Bei Architektur gibt es klare Linien und eine gewisse Geometrie, an der man sich orientieren kann. Aber Menschengesichter? Woah. Deswegen wollte ich das lernen – und ich finde die Ergebnisse der ersten vier Wochen kann man zeigen. Sie sehen jedenfalls erstmal wie Menschen aus. 😉

Vielleicht erkennt ihr ein oder zwei der Abgebildeten? Da hätten wir einmal Sweeney Todd und Oscars Isaacs – letzteren erkennt man am ehesten, denke ich. Die Referenzbilder, die ich verwendet habe sind übrigens allesamt aus Instagram, das mir seitdem jetzt fast nur noch Portraits und Close Ups von Menschen vorschlägt … . Dass sie wie Menschen aussehen ist ja schon mal schön, aber es fehlt noch der Blick für die ganz eigenen Merkmale der Gesichter muss ich ganz offen zugeben.

Sweeney Tood erkennt man vielleicht am mürrischen Blick, aber wie Johnny Depp als Sweeney Todd sieht er nicht aus. Die anderen sind denke ich recht gut gelungen, aber immer noch einen Tick anders als das Original. Zum Vergleich die Referenzbilder: Frau mit Dutt, Frau mit Vokuhila und ältere Mann. Die letzten beiden finde ich übrigens besonders gelungen. Darauf, dass die Frau mit Vokuhila ein bisschen in eine andere Richtung schaut kommt es jetzt nicht so besonders für mich an. Da wurde ich einfach müde und hatte keine Lust mehr mich zu korrigieren. XD Ganz schön komplex Gesichter zu zeichnen … .

Allerdings sollte ich auch über die Ausfallrate sprechen … ungefähr 30% der Bilder sind so gar nichts geworden. Normalerweise bin ich ja sehr dafür zu seinen Misserfolgen zu stehen. Aber da mein Selbstbewusstsein im Menschen zeichnen noch nicht so groß ist, bleibt es heute erstmal bei der Zahl und ich behalte die Bilder mal für mich. ^^‘ Habt ihr euch schon mal an das Portraits malen gewagt? Findet ihr das auch so schwierig? Womit habt ihr geübt? Das oben genannte Buch werde ich wahrscheinlich beim nächsten Mal besprechen.

WIP: The Road to … Booknapping!

Ich wünsche euch ein frohes und gesundes neues Jahr! 😀 Eine schöne Art das neue Jahr zu beginnen ist mit einer abgeschlossenen Auftragsarbeit und einer glücklichen Auftraggeberin. 🙂 In den letzten Wochen (oder viel mehr Monaten ^^) habe ich mich bedeckt gehalten und nicht verraten, dass ich an einem Banner-Design für die liebe Sandra vom Literatur- und Comicblog Booknapping arbeite. Da ich Sandra schon mal im echten Leben begegnet bin und ihren Blog und Podcast (den sie zusammen mit zwei ebenso coolen und begeisterten Comic- und Literaturfans betreibt) regelmäßig höre/lese, hat es mich besonders gefreut, dass ich für sie kreativ werden darf. Und die Zwischenschritte bis zum Endergebnis zeige ich heute, auch wenn die „work“ inzwischen nicht mehr „in progress“ (WIP) ist, sondern pünktlich zum 1.1.2020 bei Sandra online ging.

1. Initialer Entwurf

Am Anfang steht der Gedanke. Sandra hat mir mitgeteilt was sie möchte und wir haben recht früh ausgemacht dazu ein Webmeeting abzuhalten, wo wir erörtern wie genau der Blogbanner aussehen soll. Bis dahin wollte ich etwas skizzieren. Der Name soll natürlich in den Blogbanner und Assel mit drauf – das hat mir Sandra mit auf den Weg gegeben. Also habe ich in einer ersten Skizze Assel im Comicstyle versinnbildlicht und ein paar Dinge, die ich mit Sandra (den Lesesessel) oder den Inhalten auf ihrem Blog assoziiere (Comics, Dinos im Comics!, …). Das Ergebnis eines ersten Entwurfs seht ihr unten, genauso wie Sandra das in einer ersten Websession sah.

2. Verfeinern, entwerfen, nachjustieren

Man muss ja einfach mal sagen, dass Sandra die Eigenschaft hat sich präzise und dabei freundlich auszudrücken und sehr klar zu sagen, was sie nicht braucht oder nicht für den Banner möchte. Eine Mischung (insbesondere dabei freundlich zu sein), die nicht so selbstverständlich zusammen und gleichzeitig anzutreffen ist. 😉 So wusste ich nach unserem Webmeeting ziemlich genau, was gebraucht wird und womit ich erstmal weiterarbeite. Daraus entstand diese behelfsmäßig mit PC-Maus gekritzelte Skizze mit „Platzhaltern“, die mir als gedankliche Stütze dienen sollte. Daraus machte ich dann einen richtigen Entwurf für Assel und die Comicbücher, zeichnete die Skizze rein und kolorierte sie mit Copics. Dann wird der ganze Spaß eingescannt, von Artefakten gereinigt (Staub auf dem Scanner etc.) und freigestellt. Nach dem Muster vom Platzhalter aus der Websession habe ich dann erstmal den Banner erstellt wie ihr ihn unter dem GIF seht.

3. fertig!

Ab und zu habe ich Sandra ein Snippet geschickt, damit sie sieht, dass ich nicht in den Dornröschenschlaf gefallen bin dass es voran geht und um mal ihre Stimmung abzutasten. Soweit so gut haben wir uns dann zu einer zweiten Websession verabredet. Aufgrund unserer nicht gerade leeren Terminkalender haben wir das, ich sage mal „mit Geduld gemeistert“ 😉 Bis dahin hatte Sandra schon den ersten reingezeichneten Entwurf, den ihr oben seht.

Wenn man dann das vorläufige Ergebnis schon mal live und in Farbe sieht, fällt natürlich bald auf, ob es den Erwartungen entspricht und tut was es soll. Deswegen ist es denke ich ganz wichtig die Stimmung zwischendurch abzuklopfen und schon mal was rumzuschicken. Weg von der Theorie quasi. So wusste Sandra sehr bald, dass der Hintergrund zu leer ist und ein verbindendes Element fehlt. Und auch, dass das Buch rechts weg kann. Bis zu unserer Websession hatte ich dann schon einen Anhaltspunkt und habe was vorbereitet. Da Sandra erst kurz vorher zu einem neuen WordPress-Theme gewechselt hat, habe ich mir dort die Farbe für den Hintergrund weggeschnappt und in der Websession schien Sandra ganz zufrieden – und ich sehr erleichtert. 🙂 Natürlich haben wir noch feinjustiert und tja. Dann konnte ich schon die Dateien zum „abgeben“ an Sandra fertig machen!

Header image photo credit: Amaury Salas

Dazu muss man sagen, dass Sandra da sehr entspannt war und es keinen Zeitdruck gab. Dafür bin ich sehr dankbar, denn ich hab es manchmal wochenlang nicht geschafft weiterzumachen. (Allerdings gibt es auch ein, zwei Zwischenschritte, die ihr hier nicht seht 😉 Es wirkt jetzt im Erzählfluss vielleicht wie schnell gemacht, aber ganz so ist das ja meistens nicht.) Vom ersten Gedanken im Mai bis zum „abliefern“ Ende Dezember liegt also eine recht ordentliche Zeitspanne. Was ich gelernt habe ist dass ich das nächstes Mal kontinuierlicher vorantreibe. Und dass ich definitiv abchecke, dass niemand in meinem Haushalt versucht größere Dateien herunterzuladen, während ich eine Websession haben möchte. o_o An der Stelle danke ich nochmal Sandra für die Möglichkeit, das Vertrauen und die Geduld – ich war nämlich aufgrund einiges privaten Trubels nicht unbedingt schnell. Es war eine sehr angenehme Zusammenarbeit. 🙂 Und es freut mich besonders, dass ich mich an das Maskottchen Assel von Sandras Blog wagen durfte und mein „Werk“ nun Sandras Blog ziert. So fängt das Jahr schön an!

Frohe Weihnachten

Was die Weihnachtswünsche betrifft, halte ich es da wie letztes Jahr 😉 Da ihr Weihnachten bestimmt mit anderen Dingen beschäftigt seid als Blogs zu lesen, schicke ich meine Grüße an euch jetzt schon hinaus. Vorher habe ich aber noch etwas mitgebracht. Wie sich das für einen Kunstblog gehört 🙂

Im Gegensatz zum letzten Jahr habe ich dieses Mal quasi gar kein Origami oder irgendwelche Basteleien gemacht. Beziehungsweise beschränken die sich wohl auf Plätzchen basteln, Geschenke einpacken und sowas 😉 Und Weihnachtskarten basteln! Letztes Jahr das erste Mal (seit der Kindheit oder so) selber gemachte verschickt. Man muss seine Hand-Lettering-Skills ja mal irgendwie nutzen. Im Gegensatz zu früher ist es allerdings nicht mehr billiger selbstgemachte Weihnachtskarten zu verschicken. Zumindest, wenn man wie ich wieder unbedingt die leicht glitzernden kauft. Man sieht den Effekt ganz gut auf dem Foto – ich mag das sehr.

Beim Spruch habe ich es dieses Mal etwas allgemeiner gelassen. Gibt ja genug Menschen, die nicht Weihnachten feiern, sondern Feiertage verbringen. Für meinen anderen Blog habe ich auch eine Grafik gemacht, wo der Spruch zum Einsatz kommt:

used the incredible stock photo by: JESHOOTS.COM

Übrigens stammen die Zeilen aus dem Song „White Christmas“ – kommt euch also sicherlich bekannt vor. Das war’s … letzter Beitrag im alten Jahr. Es war ein spannendes. Nicht alles war gut, nicht alles war schlecht. Ich wünsche euch wunderbare Feiertage, egal wie ihr sie verbringt – lasst es euch gut gehen. ♥ Und kommt gut ins neue Jahr.

Animation: Hallo-ween WIP

Wie versprochen gibt es heute zu dem zuletzt (und mit Verspätung geposteten) Halloween-Bild ein work in progress. In animierter Form als gif 😀 So erkennt man ganz gut die einzelnen Arbeitsschritte. Ich könnte ewig darauf starren …

Header image photo credit: unsplash-logorawpixel

Von der hypnotischen Wirkung mal abgesehen, fiel mir beim Rendern des Gif und betrachten des ersten Frames (d.h. der Skizze) auf, dass ich anfangs am Himmel noch knorrige Äste am PC einfügen wollte. ^^‘ Da habe ich wohl was vergessen … vielleicht justiere ich da später nochmal nach. Jetzt wo ich es wieder weiß, habe ich die ganze Zeit das Gefühl das am Himmel noch etwas fehlt.

Illustration: Hallo-ween!

Spät aber doch! 😀 Zwar mit drei Wochen Verspätung, aber immerhin habe ich jetzt endlich mein Halloween-Bild fertig gestellt. Angeteasert habe ich es ja vor ca einem Monat in der Preview. Tada!

Allerdings wird das mit Sicherheit nicht das letzte sein, was ihr davon seht, da ich mit dem Ergebnis des Scanners nicht besonders zufrieden bin. Das Original hat farbechtes Schwarz aber nicht ganz so stark gesättigte Farben. Farbabgleich ist wirklich knifflig … wie geht ihr damit um? Ich werden jedenfalls noch einige mal am digitalen Rädchen drehen, um dem Ergebnis des Originals näher zu kommen. 🙂 Ansonsten bin ich ganz zufrieden und kolorieren hat wieder sehr viel Spaß gemacht. Die Zwischenschritte habe ich wieder für einen WIP-Beitrag festgehalten, der euch hoffentlich Freude macht. 😉 Aber hups … bald ist ja auch schon wieder Weihnachten …

Hand-Lettering: Noirvember, Bujo und Schlichtheit

Zuerst war als Titel „Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen“ angedacht, weil ich zur Zeit mal wieder zu gar nichts komme. Aber so ganz stimmt das wohl nicht. So ein bisschen bekommt man das Geskribbel dann manchmal doch in den Alltag. Auch wenn es bei weitem nicht soviel ist wie ich mir erhofft habe. Es wartet ein Auftrag auf Fertigstellung und ich würde gern mein verspätetes Halloween-Bild kolorieren. Ein bisschen traurig macht mich das schon 🙁 Aber was hilft’s? Weg mit den langen Gesichtern. Es ist wie es ist. Und immerhin gefällt mir die bewusst als simpel und schlicht angelegte Seite der aktuellen Filmchallenge umso mehr. Schlicht kann was.

Und auch an der Stelle wieder die Frage wie ihr das kreativ sein in den Alltag integriert? Aktuell steht es bei mir hinten an neben Arbeit, die gerade wegen Personalengpass stark fordert. In der Freizeit und dem Feierabend brauche ich dann doch immer mal etwas um runterzukommen und lande zu oft auf der Couch anstatt meine Bilder voranzutreiben. Vielleicht finde ich bald aus dem Teufelskreis? Vielleicht erlebt ihr ja ähnliches, selbst wenn es nicht um das kreative Schaffen geht?

Preview: Happy Halloween

Nach etwas Startschwierigkeiten mit dem neuen Zwei-Wochen-Rhythmus hier im Blog (der Beitrag hier wäre eigentlich letzte Woche fällig gewesen ^^‘), konnte ich es mir nicht nehmen lassen wenigstens eine Preview dessen zu posten, was ich zu Halloween fertig stellen will. Ihr seht wo die Reise hingeht 😉 In dem Sinne: Happy Halloween. Und hoffentlich finde ich bald Zeit es zu kolorieren und euch zu zeigen 😀

Header image photo credit: Dmitry Ratushny

Hand-Lettering: Wieder da! Und: Veränderungen

Nach der ca einmonatigen kreativen Pause bin ich wieder da. Und hat es sich gelohnt? ^^‘ Mehr oder weniger. Tatsächlich kam ich bei Weitem nicht zu soviel wie ich mir gewünscht hätte. Weil es eine turbulente und sehr fordernde Zeit war, in der privat einiges passiert ist. Aber auch weil ich beispielsweise einfach Lust bekommen habe riesengroße Puzzles zu machen, die meine ganze Freizeit fressen. ^^“ Ich mache mir keine Illusionen, das eine ist eine Reaktion auf das andere. So oder so kam das Zeichnen kürzer als geplant war. That’s life. Aber es war im Nachhinein trotzdem richtig so. Zu oft habe ich in letzter Zeit irgendwas kleines irgendwo hergezaubert und hier gepostet, sodass es mehr ein Lückenfüller war als das was hier eigentlich passieren sollte. Über Kunst sprechen, darüber wie man die in den Alltag kriegt, zeigen was man macht und auch Zeit zu haben etwas zu machen. Kleine, alltägliche Mini-Kunst als Lückenfüller zu behandeln ist auch falsch. Deswegen möchte ich den Rhythmus, den ich hier vorlege etwas verlangsamen. Hauptsächlich um mehr Zeit zum zeichnen zu haben. Künftig werde ich hier nur noch alle zwei Wochen statt jede Woche etwas zeigen. Das tut ein bisschen weh und könnte nach hinten losgehen. Aber ich hoffe, dass das klappt.

In der Zwischenzeit durften ein paar mehr Brush Pens von Tombow bei mir einziehen. 🙂 Und ich habe einen Spruch, der mir in den letzten Wochen viel geholfen hat, „verlettert“. Er ziert jetzt meinen Schreibtisch. Ich hoffe ihr nehmt mir die kleine Veränderung hier nicht übel und seid in zwei Wochen wieder dabei!? 🙂

Hand-Lettering: Bounce Lettering, die Zweite

Im Karten basteln habe ich ja nun schon etwas Übung … . Und auch was das Bounce Lettering betrifft, konnte ich jetzt Wiederholungstäterin sein. Ihr seht schon, worum es geht 😉

Natürlich wurde die Karte etwas verziert, aber ich scheue mich noch davor es online zu zeigen. Die Beschenkte könnte es sehen. 🙂 Wie man sehr gut sieht, übe ich vorher (und habe mich für ein etwas anderes Layout entschieden). Es ist denke ich ein Mythos, dass Hand-Letterer/Kalligraphen alles so ruhig und reibungslos schreiben wie es in den Instagram Storys und Youtube-Videos aussieht. Oder was meint ihr? Übt ihr auch vorher? Und wieviele Iterationen probiert ihr aus?

Hand-Lettering: filigrane Stile ausprobieren + Bounce Lettering

Seit Längerem wollte ich mich mal in ein paar neuen Stilen ausprobieren. Das neulich war noch nicht „anders“ genug. Da stolperte ich einerseits über den Begriff „Bounce Lettering“ – das habe ich unbewusst schon vor einer Weile ausprobiert. Aber da geht noch was – man kann das noch konsequenter durchziehen. Zum Anderen dürstete mir mal nach dünnen und filigranen Linien anstatt dem üblichen Brush Lettering. Beides habe ich ausprobiert und Blut geleckt …

Oben sieht man „Bounce Lettering“, das ich mal frei nach Schnauze ausprobiert habe. Auf der Suche nach einer „Definition“ wann etwas „genau“ Bounce Lettering ist, habe ich die Seite von Dawn Nicole gefunden. Relativ zusammenhangslos, da dort eigentlich Lettering-Stile und Übungsblätter angeboten wurden. Ein paar davon haben mich aber echt gekriegt – besonders „Raquella Monoscript“. Den seht ihr unten links im Bild. Das rechts unten war dann wieder frei nach Schnauze. Und das hat Spaß gemacht! Ich denke, dass ich erstmal bei den filigranen bleibe und das „Bild“ noch weiter verdichte, sodass der Text wie ein „Buchstabenhaufen“ aussieht. Ein möglichst filigraner versteht sich. 🙂 „Bounce Lettering“ bedeutet eben einfach, dass die Buchstaben nicht auf derselben Horizontalen stehen – mit konkreteren Definitionen ist es im Lettering-Bereich ein bisschen dünn.

Den Spruch mag ich zur Zeit ganz gerne. Warum? Weil man sich den Arsch abarbeiten kann, aber trotzdem nicht gesehen wird oder umsonst bemüht. Oft erlebt, oft daran verzweifelt. Aber was hilft schon das verzweifeln? Da muss man was dagegen tun, sei es auch nur erhobenen Hauptes weiterzumachen. Oder eben so gut zu sein, dass man nicht mehr ignoriert werden kann.

Habt ihr schon mal Bounce Lettering gemacht? Man hört ja oft genug form follows function – aber wann hilft es dem Schriftbild nicht mehr? Und wenn ich die filigranen Letterings anschaue, frage ich mich doch ein bisschen, ob das nicht ein Font genauso hinkriegt? Der Grat ist schmal.

Illustration: Ich habe Gemüse gezeichnet

Neulich in der Preview habe ich euch ja schon mal die fröhliche Karotte und Tomate gezeigt. Wie es genau dazu kam … keine Ahnung. 🙂 Ich hatte einfach Lust drauf und vor Allem Lust auf Farben. Viel Sinn steckt also nicht hinter dem „frechen Gemüse“, aber muss ja auch nicht immer 😉 Heute kann ich euch jedenfalls das freche Gemüse in Gänze zeigen.

Gar nicht lustig oder schon ein bisschen? 🙂 Ich hoffe zumindest, dass ihr es etwas witzig findet. Nach Anettes Kommentar unter der Preview fallen mir immer mal wieder Szenen für weitere Episoden des frechen Gemüses ein. Mal schauen …