Hand-Lettering: Da muss was Neues her …

Oder: auf der Suche nach einer neuen Variante. Ich habe dieses Jahr hauptsächlich Handlettering gemacht, um mein BuJo zu verschönern und mich leider etwas an meinen beiden typischen Schriften sattgesehen. Ich wollte mal etwas einheitlicheres und zu einer Form finden, die einen kleinen verrückten Twist hat, dessen sich vielleicht nicht soviele Schreiberlinge bemächtigen. Andererseits sollte es auch gleichmäßiger sein. Jaja, die Ambitionen sind groß …

Und was ergibt soviel Kondensmilch?? Milchkaffee. Ha, schlechter Witz. Die „dicken Enden“ wie beim K am Fuß sollten Markenzeichen der Variante werden. Ob es sich durchsetzt, weiß ich noch nicht. Der zweite Versuch lässt schon mehr erkennen wo die Reise hingehen soll:

Mal schauen ob ich dran bleibe und eine neue Variante für mich etabliere. Nebenbei habe ich wieder gemerkt, dass es ein sehr entspannender Zeitvertreib ist, wenn man gestresst ist oder viel auf der Todo-Liste stehen hat, aber sehr gern irgendwas ganz anders oder kreatives machen möchte. Seufz. Ich musste tatsächlich ein Angebot ablehnen, weil ich aktuell keine Zeit finde. Sehr schade. Wird aber auch mal wieder anders.

Wie findet ihr zu neuen Schriftvarianten? Üben? Abmalen? Bücher mit Typen wälzen? Oder auch beim zeichnen?? Gibt es da ein System, das ihr für euch etabliert habt?

Zeichnung: Aus dem Skizzenbuch – Urban Sketching I

Vor einer Weile habe ich ja schon mal gesagt, dass ich etwas Perspektive und Umgebung zeichnen üben möchte. Dachte damals aber noch vorrangig an das Innere von Räumen. Dann aber machte ich während meines Urlaubs im Frühjahr einen Spaziergang in einem Stadtteil, den ich sehr mag und in dem wunderschöne Häuser stehen. Bei Straßenzügen kann man ja eigentlich auch ganz schön Perspektive üben!? Also machte ich Fotos und daraus wurden dann später zugegebenermaßen sehr grobe Skizzen. Aber unzufrieden bin ich nicht. 🙂

Eigentlich ein Wunder, dass keiner die Polizei gerufen hat, während ich da rumlief und Fotos von hübschen Häusern gemacht habe … 🙂 Was sind eure Lieblingsmotive zum Perspektive üben? Vielleicht schaue ich auch einfach mal nach Stockphotos von Gebäuden und Räumen und probiere mich an denen.

Techniken: Farbkorrektur gescannter Bilder

Wenn man versucht seine Bilder zu digitalisieren oder Fotos bei nicht optimalen Lichtverhältnissen macht, ist das alltägliche Übel, dass Farben nicht korrekt dargestellt werden. Bevor man an Reglern ewig lang rumstellt, gibt es tatsächlich eine Zwei-Klick-Methode, die wenig Zeit kostet und viel kann.

Da ich mit Adobe Photoshop Elements arbeite, ist es durchaus möglich, dass das Tool bei anderer Software auch einen anderen Namen hat. Das Prinzip ist aber verhältnismäßig einfach. Nutzt man die hier sogenannten Gradiationskurven, gibt es dort eine Pipette, mit der man Schwarz (#000000) und Weiß (#FFFFFF) in dem geöffneten Bild auswählen kann. Hier sollte man sich einen Fleck suchen, der wirklich „reinem Schwarz“ und „reinem Weiß“ im Original oder Scan sehr nah kommt. Dann werden automatisch alle anderen Farbwerte in dem Bild entsprechend angepasst und extrapoliert. Und tada: so verschwindet fix ein Gelbschleier aus einem Bild.

links: ohne Korrektur, rechts: nach Weißabgleich

Beeinflussen natürlich die Lichtverhältnisse beispielsweise in einem Foto maßgeblich was sichtbar ist, dann hilft alles nichts. Ebenso schwierig sind helle Gelb-, Blau- oder Lilatöne in farbigen Illustrationen. Hier kann es helfen bei der Scansoftware den Kontrast einzustellen, insbesondere wenn die Software dabei in Farbbereiche unterscheidet. Das ist leider je nach Mitteln sehr unterschiedlich und mir neulich auch auf die Füße gefallen. Weil Pastellfarben (insbesondere Gelb- und Blautöne) so gut von Scannern geschluckt werden, nutzen viele (Manga)Zeichner die, um ihre Bilder zu skizzieren. Man sieht den Unterschied auch ziemlich gut, wenn man mal die unbearbeitete Version von LISTEN! mit der bearbeiteten vergleicht. Wäre das Schwarz nicht so stumpf, würde die unbearbeitete Version fast besser aussehen, weil dort weniger Blau durch die Farbkorrektur abhanden gekommen ist.

Was sind Hacks und Tricks, die ihr regelmäßig benutzt und schnell eine große Wirkung damit erzielt, wenn ihr Bilder digitalisiert? Welche Software benutzt ihr? Meine Photoshopversion ist eine abgespeckte und vorinstallierte Version. Alternativen sind wahrscheinlich GIMP und …? Was könnt ihr empfehlen? Inzwischen gibt es auch zahlreiche Online-Tools wie Pixlr, auf die ich auch manchmal zurückgreife, wenn ich mein Laptop nicht in der Nähe habe, bei denen ich aber meistens lange die Funktionen wie die Kurven suchen muss … .