Frohe Weihnachten

Was die Weihnachtswünsche betrifft, halte ich es da wie letztes Jahr 😉 Da ihr Weihnachten bestimmt mit anderen Dingen beschäftigt seid als Blogs zu lesen, schicke ich meine Grüße an euch jetzt schon hinaus. Vorher habe ich aber noch etwas mitgebracht. Wie sich das für einen Kunstblog gehört 🙂

Im Gegensatz zum letzten Jahr habe ich dieses Mal quasi gar kein Origami oder irgendwelche Basteleien gemacht. Beziehungsweise beschränken die sich wohl auf Plätzchen basteln, Geschenke einpacken und sowas 😉 Und Weihnachtskarten basteln! Letztes Jahr das erste Mal (seit der Kindheit oder so) selber gemachte verschickt. Man muss seine Hand-Lettering-Skills ja mal irgendwie nutzen. Im Gegensatz zu früher ist es allerdings nicht mehr billiger selbstgemachte Weihnachtskarten zu verschicken. Zumindest, wenn man wie ich wieder unbedingt die leicht glitzernden kauft. Man sieht den Effekt ganz gut auf dem Foto – ich mag das sehr.

Beim Spruch habe ich es dieses Mal etwas allgemeiner gelassen. Gibt ja genug Menschen, die nicht Weihnachten feiern, sondern Feiertage verbringen. Für meinen anderen Blog habe ich auch eine Grafik gemacht, wo der Spruch zum Einsatz kommt:

used the incredible stock photo by: JESHOOTS.COM

Übrigens stammen die Zeilen aus dem Song „White Christmas“ – kommt euch also sicherlich bekannt vor. Das war’s … letzter Beitrag im alten Jahr. Es war ein spannendes. Nicht alles war gut, nicht alles war schlecht. Ich wünsche euch wunderbare Feiertage, egal wie ihr sie verbringt – lasst es euch gut gehen. ♥ Und kommt gut ins neue Jahr.

Illustration: Hallo-ween!

Spät aber doch! 😀 Zwar mit drei Wochen Verspätung, aber immerhin habe ich jetzt endlich mein Halloween-Bild fertig gestellt. Angeteasert habe ich es ja vor ca einem Monat in der Preview. Tada!

Allerdings wird das mit Sicherheit nicht das letzte sein, was ihr davon seht, da ich mit dem Ergebnis des Scanners nicht besonders zufrieden bin. Das Original hat farbechtes Schwarz aber nicht ganz so stark gesättigte Farben. Farbabgleich ist wirklich knifflig … wie geht ihr damit um? Ich werden jedenfalls noch einige mal am digitalen Rädchen drehen, um dem Ergebnis des Originals näher zu kommen. 🙂 Ansonsten bin ich ganz zufrieden und kolorieren hat wieder sehr viel Spaß gemacht. Die Zwischenschritte habe ich wieder für einen WIP-Beitrag festgehalten, der euch hoffentlich Freude macht. 😉 Aber hups … bald ist ja auch schon wieder Weihnachten …

Animation: „Listen“ – animiertes WIP

Vor zwei Wochen konnte ich euch endlich das fertige LISTEN! zeigen. Bisher habe ich aber keinen Weg gefunden der Verwechslung mit dem deutschen Substantiv vorzubeugen. ^^‘ Was ich aber noch für euch habe sind die Zwischenschritte. Ich mag das selber ganz gern mir die vor Augen zu führen … Gifs machen macht Spaß. 🙂

Viel Hexerey gibt es dabei nicht. Ihr seht die Schritte von der Skizze zur Reinzeichnung. Da ich anfangs gar nicht geplant hatte es farbig zu machen, musste ich die Skizze dazu nochmal auf Copic-fähiges Papier übertragen, wobei mein herrlich sperriger aber immer noch heiß geliebter Leuchttisch zum Einsatz kam. Dabei habe ich dieses Mal direkt mit Finelinern übertragen und mir das Ausradieren gespart. Ich hatte eh vor die Linien so gering wie möglich zu halten und in der Hoffnung, dass es so plastischer und echter aussieht mehr mit Farbe zu modellieren. Wovor ich immer recht viel Angst habe sind Lichtquellen. Die zu kolorieren kann schnell nach hinten losgehen und Copics sind vielleicht nicht das ideale Handwerkszeug. Die Umgebung ist mir wie ich finde auch nicht so gut gelungen. Am Originalbild kommt es besser rüber als in der gescannten Version, weil Blautöne so schlimm vom Scanner geschluckt werden und der Farbübergang so einfach zu fransig aussieht. Aber die Hand und der Lichtkranzes sind im Zwischenschritt gut gelungen, denke ich.

Header image photo credit: unsplash-logorawpixel

Habt ihr Tipps zum Kolorieren von Lichtquellen, Lichtkränzen u.ä.? Gerade mit so Farbintensiven Medien wie Copics? Und arbeitet ihr eigentlich mit dem Copic Colourless Blender? Dazu finde ich irgendwie überhaupt keinen Zugang. Vielleicht wäre es mal ein gutes Beispiel für mixed media gewesen, d.h. den Baum/Busch und die Hand mit Copics zu illustrieren und den Lichtkranz mit Wasserfarben!? Vielleicht nächstes Mal 😉

Frohe Weihnachten

Eigentlich wünscht man das offiziell erst morgen. 🙂 Aber vielleicht hat morgen keiner von euch Zeit hier reinzuschauen!? Weil es Weihnachten so viele andere Dinge zutun gibt. Mit den Lieben sprechen, spielen, kochen. Oder wenn ihr Weihnachten ganz für euch seid, leckeres essen und gute Bücher lesen, schöne Weihnachtsfilme schauen. Egal, wie oder wo ihr Weihnachten feiert, ich hoffe ihr seid an einen warmen Ort und dass euch das Herz leicht ist und ihr glücklich seid. Ich wünsche es euch ♥

Ein bisschen was zu zeigen habe ich heute trotzdem. 🙂 Wie vor ein paar Tagen schon mal erzählt, habe ich mich dran gemacht selber Weihnachtskarten zu machen. D.h. Blanko-Karten selbst zu beschriften und ein bisschen zu verzieren. Hat ganz gut geklappt 😀 Es ist zwar meistens nicht so schlau Weihnachten schon ein gesundes neues Jahr zu wünschen, aber die Karten haben nur Leute bekommen, die ich zu/zwischen den Feiertagen nicht persönlich sehen kann. Also erschien es mir dann doch wieder ganz schön. Und natürlich habe ich eine Karte mit einem Schreibfehler vermasselt 😉 Das seht ihr dann wohl in den Outtakes … dabei habe ich vorher sogar geübt, damit sowas nicht passiert ^^‘. Man konzentriert sich beim Hand-Lettering schnell auf das Schönschreiben und wenig auf die Rechtschreibung, eieiei.

Die fertigen Karten seht ihr unten und ich finde sie sind sehr schön geworden. 🙂 Es hat viel Spaß gemacht und ich werde das bestimmt im nächsten Jahr wiederholen. Wäre ich nicht kurz vor Weihnachten krank geworden und hätte mit einer Erkältung flach gelegen, hätte ich mir bestimmt nochmal solche Karten aus dem Kunsbedarfsladen meines Vertrauens geholt und ein paar mehr gemacht oder noch mehr ausprobiert. Obwohl die Karten nicht hellweiß sind und ein bisschen glänzen ist die Farbe doch schöner geworden als erwartet.

Header image photo credit: Amaury Salas

Verschickt ihr eigentlich Weihnachtskarten? Oder sogar selbstgemachte? 🙂 Und wie verbringt ihr Weihnachten? Lasst es euch in jedem Fall gut gehen und Frohes Fest.

Techniken: Illustration mit Copic Markern

Kaum zu glauben, aber es ist tatsächlich fast fünfzehn Jahre her, dass ich anfing mit Copic Markern zu illustrieren. Die Copic-Produktlinie der Firma .Too ist längst nicht mehr die einzige Marker-Sorte, die in Deutschland erhältlich ist. Aber Copics sind immer noch meine weapon of choice was das Illustrieren betrifft. Daher möchte ich Copic und allgemein das Illustrieren mit Marken heute hier vorstellen.

Copic ist eine Marker-Produktlinie auf Alkoholbasis. Empfindliche Nasen sollten also mit einem typischen Geruch rechnen. Die Marker haben je nach Sorte zwei fasertstift-artige Spitzen. Typischerweise ist das eine eckige Spitze, mit der sich gut große Fläche ausfüllen lassen und eine runde Spitze. Im Falle der Copic Marker ist die runde Spitze etwas fester und kleiner, im Falle der Copic ciao Marker ist sie größer und weicher und erinnert an einen Pinsel. Durch die chemische Zusammensetzung kann man mit den Markern streifenfrei Farbe auftragen im Gegensatz zu dem was man vom illustrieren mit normalen Faserstiften kennt. Außerdem ermöglichen die Marker das Schichten von Farbe. D.h. dass man durch mehrmaliges Übermalen mit einem Marker ca. vier bis fünf Farbstufen und -intensitäten erreicht, was einem den Kauf unmittelbar leicht dunkler Farbnuancen meistens erspart. Diese Eigenschaft der Stifte macht es auch möglich, dass man verschiedene Farben vermalt und so streifenfreie Farbverläufe erzielt. Bis zu einem bestimmten Grad kann man auch Farben unterschiedlicher Farbfamilien vermalen bzw. mischen, aber nicht uneingeschränkt. Das Ergebnis ist langlebig farbecht und die Farben strahlend.

Aber es ist nicht so, dass es keine Nachteile gibt wie sie nun mal jedes Material mit sich bringt. Normales Zeichenpapier hat eine für das menschliche Auge nicht erkennbare porige Oberfläche, die wortwörtlich mehr Produkt aus den Stiften saugt. Es entsteht der Eindruck, dass die Stifte auf dem Papier schneller austrocknen. Daher gibt es bestimmtes Papier, dass für Copics verwendet werden sollte, das eine besonders glatte Oberfläche hat ähnlich dem Papier für bestimmte Drucker. Auf normalem oder sehr dünnem Papier drucken die Stifte auch sehr stark durch. Benutzt man einen nicht farbechten Fineliner oder ähnliches zum vorzeichnen, tragen die Copics auch gerne mal beim darüber malen die Farbe ab oder verschmieren die Vorzeichnung – da ist ausprobieren erforderlich. Ein anderer Nachteil ist der Preis. Ein klassischer Copic Marker kostet ca. 6€, ein Copic ciao Marker ca. 4€. Kauft man sie nicht beim Hersteller, sondern in Kunstbedarfsläden oder -webshops kann es auch gerne mal mehr kosten, da es ein Importprodukt ist. Wenn man sich ein Sortiment aufbauen will, dann kann es also relativ teuer werden. Andererseits gibt es auch Nachfüllbehälter zum Verlängern der Lebensdauer und eine Menge an Zubehör bei dem man die Stifte mittels Düse dann sogar zum airbrushen verwenden kann.

Inzwischen gibt es auf dem Markt und in Webshops die nach Deutschland liefern eine riesige Palette an Marker-Stiften. Es gibt also nicht nur Copics. Als ich vor langer Zeit angefangen habe Copics zu benutzen, gab es schlicht nichts anderes. Ich wurde überhaupt erst durch die Webseiten von Manga-Künstlern auf Copics aufmerksam. Zwar sah ich, dass sie scheinbar ein ganz anderes Material zum Kolorieren benutzen, aber ich wusste lange nicht was. Später kaufte ich mir ein Einsteiger-Set von ca. acht Markern und damit ließ sich schon viel anfangen, dadurch, dass man sie „schichten“ kann, also mit einer Farbe mehrere Helligkeitsstufen erreichen kann. Im Laufe der Zeit habe ich immer wenn sich die Gelegenheit ergab zwei bis drei neue Farben gekauft und inzwischen ist die Sammlung recht groß und reicht schon längst für alles, was ich illustrieren möchte. Was ich an den Markern, sei es nun Copic oder was anderes, mag ist das Gefühl und die Handhabe. Das Zeichen-Gefühl und -Ergebnis ist wie das vom Malen mit Pinseln aber mit der einfachen und weniger umständlichen Handhabe von Faserstiften. Damals fiel den meisten in meinem Umfeld sofort auf, dass es mit einem anderen Material koloriert wurde und es kamen oft Nachfragen wie „Sind das denn Fasertstifte?“ oder „Womit hast du das denn gemalt?“, weil der Farbauftrag so flächig und streifenfrei aussieht. Aber wie die folgenden Ausschnitte zeigen sollen, sind auch Texturen möglich – die Stifte sind sehr universell einsetzbar:

Koloriert ihr auch mit Markern oder kennt das Prinzip schon? Welche Marker benutzt ihr? Und was ist eurer Meinung nach die beste Alternative zu Copics? Wenn ich damals die heutigen Möglichkeiten und die Auswahl hätte, würde ich es als Einsteiger erst einmal mit günstigeren Markern probieren und dann vergleichen und schauen, ob sich Copics für mich lohnen. Im Laufe der Zeit habe ich diese Sammlung angehäuft, die sich aufgrund der Langlebigkeit der Produkte nicht so schnell erschöpft – und darüber bin ich auch sehr froh. Ich mag das „Copic-Feeling“ und das Ergebnis der Kolorationen sehr gern. Im Blog gibt es bisher nicht sehr viele Beispiele von Illustrationen mit Copic-Markern, höchstens hier und hier. Aber das ändert sich nächste Woche 😉