WIP: Maybe there is a beast …

Neulich habe ich euch einen Vorgeschmack auf etwas gegeben, das nicht nach einer zarten Patschehand aussieht. Schauen wir mal, was daraus geworden ist. 🙂

Im nächsten Schritt deutet sich schon an, dass das Bild eher in die Richtung Halloween geht. Eigentlich sollten die Krallen nämlich einen Spruch rahmen, der mir jedes Jahr zu Halloween in den Sinn kommt und den ich gerne mal lettern wollte. Den „Rahmen“ mit den Krallen habe ich also erstmal auf Papier gezeichnet und mit Finelinern nachgezogen und mit Leben gefüllt. Auch das Zitat habe ich noch „analog“ mit Brush Pens geschrieben. Erst am PC habe ich schwarze Flächen gefüllt. Warum? Um ehrlich zu sein um Material zu sparen.

Der Satz von William Golding ist eigentlich Teil eines längeren Zitats und stammt aus dem Buch Der Herr der Fliegen, das ich aber noch nicht gelesen habe. Es steht aber schon auf meiner To-Read-Liste und ich hole das bestimmt in naher Zukunft nach. Den Satz finde ich sehr passend und entlarvend. Denn es sind nicht nur unsere Ängste, die uns die verrücktesten Dinge sehen oder tun lassen, sondern manchmal entpuppt sich das wozu Menschen in der Lage sind als gar unmenschlich.

Header image photo credit: Amaury Salas

Was für dramatische Worte zum Schluss 😉 Nächste Woche gibt es hier bestimmt etwas fröhlicheres. Welches Zitat, das ihr mögt eilt seinem Ursprung voraus? Welche Zitate, Sätze, Weisheiten über das menschliche Wesen findet ihr am bezeichnendsten? Und am halloween-tauglichsten? 😉 Spart ihr durchs digitale auch gerne mal Material?

Hand-Lettering: Wie ein heißes Bad

Ich habe ja neulich schon mal bekundet, dass ich mir erstens gern sowas wie meine eigene Handschrift zulegen wollte und zweitens meine Lettering-Gehversuche jetzt auch immer etwas illustrieren möchte. Für ein runderes Gesamtbild. Das Bild, was ich euch heute zeigen möchte gehört eher noch zu den Gehversuchen meiner neueren Kalligrafie-Handschrift. Sprich: es ist nicht mehr ganz neu und das Schriftbild mit dem „neuen“ Alphabet noch etwas unausgegoren. Dafür finde ich, funktioniert die Illustration ganz gut dazu. Was denkt ihr?

Vor Kurzem habe ich mich ja schon beschwert, dass es schwierig ist die Farben gut mit dem Scanner abzubilden. Früher hatte ich solche Probleme witzigerweise nicht. Vielleicht liegt es daran, dass mein Gerät schon etwas älter ist und auch Treiber dafür zu bekommen inzwischen schwierig ist? Auf jeden Fall funktioniert das Scannen des Magenta hier ziemlich gut. Dafür scheint unter den Farbbereichen immer eine Art feiner, grauer Schatten zu sein. Und so gibt es wieder ein Foto. Hattet ihr schon mal ähnliche Probleme?

Gedanken: Manchmal sind es die kleinen Dinge …

Zur Zeit fällt es mir sehr schwer Kunst in den Alltag einfließen zu lassen. Oder mich einfach hinzusetzen und etwas zu zeichnen, weil es immer irgendeine Notwendigkeiten des alltäglichen Lebens gibt, die wichtiger ist. Es wird bald nachts frieren, du musst die Balkonpflanzen winterfest verpacken. Du musst diese und jene Unterlagen suchen, die brauchst du beim Termin mit X. Eigentlich müsstest du mal wieder dieses und jenes am Blog machen. Und du brauchst noch ein Geburtstagsgeschenk für M … . Aber es ist sehr tröstlich, dass man Zeichnen, Illustrieren, Gestalten und Hand-Lettering auch sehr einfach in den Alltag integrieren kann … :‘)

Weiterlesen „Gedanken: Manchmal sind es die kleinen Dinge …“

Hand-Lettering: Auf dem Weg zum eigenen Stil … und: „In meinem Herzen …“

Neulich habe ich euch schon mal ein Snippet von einem scheinbar idyllischen Örtchen gezeigt. Tatsächlich habe ich in letzter Zeit zum Einen angefangen mir sowas wie eine eigene Handlettering Handschrift zuzulegen. Zweitens habe ich angefangen das was ich geschrieben habe auch etwas zu illustrieren. Heute seht ihr das ganze Exemplar – und wie es entstanden ist.

Meine bisherige Handlettering-Handschrift hatte ich aus Übungsblättern, die man im Internet runterladen kann. Falls die einem so gut gefällt, dass man nicht von ihr weg will, mag das ja ok sein. Aber bei all den schwungvollen Schriften, die ich auf Instagram oder Pinterest sah, wollte ich auch etwas leichteres, lockeres. Und so stückelte ich mir aus Schriften, die ich sehr mochte irgendwie etwas zusammen, von dem ich denke, dass sich die Buchstaben gut ergänzen. Ihr seht also: „eigene“ Handschrift ist ein sehr relativer Begriff. Und wie ihr oben seht sind die ersten Gehversuche auch erstmal etwas schlaksig. Ich ließ das Zitat ruhen und wagte mich später nochmal ran. Übrigens ist es ein Zitat aus dem Buch Die Ermordung des Commendatore Band 2: Eine Metapher wandelt sich von Haruki Murakami.

Beflügelt von der Anschaffung von ein paar neuen Brush Pens und frischen Farben, machte ich mich einige Handlettering-Übungen später nochmal ran und habe instant genau das hinbekommen, was mir so vorschwebte für das Bild. Manchmal läuft’s eben. Leider bekommt der Scanner die Farben bei weitem nicht so satt hin wie sie in echt aussehen. Deswegen hier zum Vergleich nochmal ein Foto. Obwohl es nicht das ganze Zitat ist, was ich in dem Buch so mochte, bildet es zusammen mit dem Bild ganz gut ab was ich damals empfunden habe. Mich an einem Ort verkriechen zu wollen, wo es mir gut geht und mich die feindselige Stimmung der Außenwelt nicht erreicht. Das Bild ist während der Hitzewelle entstanden als gefühlt jeder da draußen gereizt und genervt und matt von der Hitze war 😉 Ihr seht der Grund ist halb so dramatisch …

Müsst ihr auch manchmal in der richtigen Stimmung für ein Bild oder etwas anderes Kreatives sein? Wieviele Anläufe braucht ihr, wenn ihr euch eine eigene Handschrift (in welchem Sinne auch immer) aneignen wollt? Habt ihr das schon mal ausprobiert?

Hand-Lettering: Rainbow-Lettering-Variationen

Neulich habe ich euch bereits in den Outtakes gezeigt, dass aller Anfang schwer ist. Meine ersten Versuche eines Rainbow-Letterings waren nicht besonders glamourös. Aber witzig XD Seitdem bin ich nicht tatenlos geblieben und habe mal das Prinzip ausprobiert jedem Buchstaben eine andere Farbe zu verpassen und damit einen regenbogen-artigen Übergang zu schaffen. Klappt schon etwas besser. 🙂

Wie ihr seht, habe ich mich inzwischen auch mal an einem anderen Schriftbild bzw. einer anderen Schriftart ausprobiert. Dazu aber später mehr. 🙂 Das Rainbow lettering kriege ich inzwischen etwas harmonischer hin. Aber einen Farbübergang innerhalb eines Buchstabens (vertikal oder horizontal) finde ich immer noch ziemlich schwierig. Bei den meisten Methoden kann man sich denke ich gut die Stifte damit ruinieren. Wie macht ihr das? Habt ihr es schon mal ausprobiert? Ich denke bei der Variante machen sich Farbe und Pinsel unbezahlbar gut.

Hand-Lettering: Laughter and Tears

Auch wenn das den Blog in letzter Zeit etwas eintönig gestaltet (zumindest was die Thumbnails betrifft), mache ich mal weiter – denn irgendwie habe ich mit dem Thema Lettering gerade einen Lauf. Außerdem passt es so schön zu den Outtakes aus der letzten Woche und der Frage, zu welchem Ergebnis der wunderbare Verschreiber dann letzten Endes führte …

Benutzt habe ich Brush Pens von Schnaud, die etwas anders in ihrer Handhabe sind. Ihr habt die schon mal in diesem Beitrag gesehen und ich werde bestimmt noch einen Vergleich zu anderen Brush Pens machen. Soviel vorweg: ich habe schonmal die Erfahrung gemacht, dass man sich mit der Pinselspitze ganz gut „in die Kurve“ legen kann, weswegen das Ergebnis etwas anders aussieht als sonst. So, jetzt aber zu dem wunderbaren Zitat von Kurt Vonnegut:

Ich habe mich entschieden nicht das ganze Zitat ausschweifend zu schreiben, sondern dazwischen nüchtern – weil es das ja auch irgendwie ist. Aber gerade jetzt, wo mich eine üble Sommergrippe erwischt hat, finde ich den Spruch sehr passend und nehme mir den zu Herzen. Nicht verzagen. Hätte ich das nicht bereits vor über einer Woche gelettert, wäre es bestimmt auch etwas heilsam gewesen. Und weil es meinem Nerv auch schon „damals“ so getroffen hat, durfte es direkt an die Wand. (Heute gibt es übrigens nur Fotos, weil der Scanner das apricot frisst.)

Wie gefällt euch das Zitat? Vonnegut hat mich übrigens hier auch schon mal beschäftigt und ich plane das eine oder andere von ihm zu lesen, wobei es mich etwas mehr zu seinen Science-Fiction-Werken hinzieht. Habt ihr schon etwas von ihm gelesen? Und wie gefällt euch das Ergebnis oben? Hängt ihr eigentlich eure eigenen kreativen Ergüsse an die Wand? Ich habe mich tatsächlich eine zeit lang davor etwas geziert.

Hand-Lettering: Outtakes I

Alle Streben nach Perfektion. Wie schön dem mal bewusst entgegen wirken zu können. 🙂 Denn: es gelingt nicht immer alles. Die meisten sind nur zu feige es zuzugeben oder zu zeigen. In dem Sinne heute mal was ganz anderes: „Outtakes“.

Bevor ich anfange zu lettern bzw. mich in Kalligrafie zu üben, steht „Warmwerden“ an. Meistens bin ich dabei so konzentriert auf das lettern, dass ich gerne mal die Rechtschreibung außer Acht lasse…. das sollte eigentlich „Laughter“ werden.

Und wenn dann noch soviel zu beachten ist wie bei rainbow lettering, dann geht das gerne mal daneben so aus dem Kaltstart. Siehe das „all“. ^^‘ Über Farbübergänge wollen wir auch nicht reden …

Was sind eure häufigsten Fehler? Und habt ihr schon Mittel dagegen gefunden? Bei mir ist es meistens einfach nur, dass ich mir wirklich Zeit nehme, für Ruhe sorge und nichts überstürze. Ansonsten wird aus Laughter eben schnell mal was anderes … . Ich hoffe ihr findet es auch so sympathisch wie ich, wenn man mal vom Perfektionswahn abrückt und zeigt, dass Übung halt immer noch den Meister macht und eben kein Meister vom Himmel gefallen ist.

Hand-Lettering: „Lost Things“ und ein gescheiterter Regenbogen

Nachdem sich privat nun so langsam alles gelegt hat, komme ich auch endlich mal wieder dazu mich kreativen Dingen zu widmen. Hand-Lettering hatte ich ein wenig aus den Augen verloren. Natürlich poppte aber dank toller Algorithmen ein Youtube-Video in den Vorschlägen auf, das mich daran erinnerte, dass ich ja eigentlich ganz gern Handlettering gemacht habe. Da durchfuhr es mich wie ein Schlag: ich habe neulich sogenannte Watercolor Brush Pens angeschafft, die ich noch nicht mal getestet habe. Das wird höchste Zeit …

Was ihr hier seht ist meine Aufwärmung – und die brauchte ich wirklich. Man kann sagen: ich war raus. Ganz so schlimm wie das Anfangen mit Brush-Lettering war der Wiedereinstieg nicht, aber es fühlte sich trotzdem etwas hakelig an. Die Stifte waren aber in jedem Fall ganz cool und es macht Spaß farbig lettern zu können. Zwar habe ich Copics, aber ich habe ja schon an anderer Stelle geschrieben, dass ich die nicht ganz so ideal finde. Von so einer Art „Rainbow Lettering“ bin ich aber offensichtlich noch sehr weit entfernt …

Wie man sieht stimmt an dem Bild fast nix. In so ziemlich jedem Wort gibt es irgendeinen Makel. Der offensichtlichste ist wie ich bei dem „all“ in der ersten Zeile verrutscht bin. Und das vermalen der Übergänge muss ich noch üben. Deswegen … back to the roots. Als ich dann wieder „drin“ war, ist diese zweifarbige Version entstanden … ich glaube solche einfachen displays sind wohl eher mein Ding ^^‘ Naja. Zumindest weiß ich jetzt, was ich mal üben kann.

Ich komme nicht umhin zu bemerken, dass ich zwar schon mal auf dem Weg war mir eine eigene Handlettering-Handschrift zuzulegen, aber scheinbar von diesem Weg wieder abgekommen bin. Zulange nichts gemacht. Aber vielleicht wird es ja. Habt ihr evtl Tipps für mich? Wie habt ihr euch eine eigene Handschrift zugelegt? Und wenn ich mir manches Video so anschaue, habe ich viel Respekt vor Künstlern, die mit dem Pinsel lettern … macht ihr das? Funktioniert das gut für euch?

Hand-Lettering: Nolite te bastardes carborundorum

Neulich habe ich in einer Leserunde mit Alice, Anette und Kathrin den wunderbaren und erschütternden Roman „The Handmaid’s Tale“ von Margaret Atwood gelesen. Dass mich Atwoods dystopische Erzählung nicht losgelassen hat, kann man auch in meinem anderen Blog nachlesen. Die Eindrücke haben sich bis in die kreativen Pause eingeprägt und so wurde ein Schlagwort bzw. Satz das Objekt meiner jüngsten Handlettering-Übungen.

Leider musste ich auch eine etwas unangenehme Feststellung machen. Mein Tombow-Brush-Pen ist scheinbar schon etwas ausgelutscht. In Kurven franst er aus. Den Effekt seht ihr ganz gut im letzten Wort bei dem „b“ und dem „d“. Vielleicht liegt es auch an meiner Technik? Und als ich dann die ausgefransten Kurven ein paar Tage später mit einem Fineliner nachzeichnen wollte, färbten die Linien auf meine Hand ab. Ich habe es nicht gemerkt und war mir ziemlich sicher, dass das bei den Tombow-Stiften und v.A. nach ein paar Tagen Trockenzeit nicht passiert. Grrr. Und von meiner Hand färbte es natürlich auf das Papier ab, weswegen dort jetzt überall kleine schwarze Pünktchen sind. Aber ich hatte eh einen anderen Plan als Schwarz auf Weiß …

Das Ganze braucht natürlich stilechte Farben, die an den Roman angelehnt sind. Hintergrund ist, dass die Kostüme der titelgebenden Handmaid’s in Rot und Weiß gehalten sind. Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden mit dem Ergebnis und vielleicht kommt es sogar an die Wand 🙂 Was ich beim nächsten Mal gerne verbessern würde ist aber der Unterschied zwischen dicken und dünnen Linien. Beim initialen Schreiben war ich damit eigentlich sehr zufrieden. Aber wenn ich jetzt nach ein paar Tagen „Abstand“ auf das fertige Werk schaue, denke ich, dass der Unterschied gar nicht so groß ist!?

Kennt ihr den Roman? Oder ist euch der Satz schon mal begegnet? Bei der Recherche ist mir untergekommen, dass es Pseudo-Latein ist. Es soll sowas heißen wie „Lass dich von den Schweinen nicht unterkriegen“. Leider spreche ich kein Latein und ich wüsste gern was dort wortwörtlich steht – vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen? 🙂 Es gibt ja wahrscheinlich einen Grund, warum es „Pseudo-Latein“ und nicht „Latein“ ist und den Unterschied würde ich gern verstehen.

Hand-Lettering: Übung und der Meister und so

Den Spruch mit der Übung und den Meister kennen wir alle. 🙂 Heute gibt es nur einen kleinen Auszug aus meinen Handlettering-Gehversuchen. Klappt inzwischen ganz gut, denke ich. Offensichtlich schreibe ich auch Blog-Krams, Leseziele etc in ein ominöses Notizbuch. Man kann nicht genug ominöse Notizbücher haben. 😉

Wie bringt ihr Üben in euren Alltag, wenn es um kreative Dinge, Sprachen, was auch immer geht? Wie geht ihr überhaupt an die Sache ran, wenn es darum geht etwas Neues zu lernen?

WIP: Bier-Label

Der Liebste und ich haben Bier gebraut. Ihr kennt vielleicht diese Brau-Boxen, mit denen man auch zuhause Bier herstellen kann!? Das passiert in Mengen, die auch erlaubt sind und kommerziell ist es ja eh nicht, sondern es dient dem ganz eigenen Spaß. Und Genuss! Es ist wirklich sehr gut geworden! Ich bin etwas überrascht wie gut ^^“ Und wie sich das eben gehört, habe ich ein Label entworfen. Macht man auch nicht alle Tage.

Bevor ihr euch wundert: Das Bier trägt den Namen des Liebsten, aber da er ein enthusiastischer Datenschützer ist und seinen Namen hier nicht lesen will, hat er mir erlaubt seine Bier-Labels mit meinem Alias online zu zeigen. 😉 Aber eigentlich heißt es nicht „Booleana Bräu“. Für das Bier Label habe ich bei einer echten Flasche mit Label Maß genommen, vorgezeichnet und mir dazu ein paar Stockphotos für den Hopfen als Beispiel vorgenommen. Man lernt viel dazu, ich habe Hopfen tatsächlich noch nie von nahem gesehen. Das ganze habe ich dann mit Finelinern verschiedener Strichstärke nachgezeichnet und die Vorzeichnung ausradiert. Der Titel des Bieres wurde mit einem Tombow Brush Pen selber geschrieben. Da kommen endlich die zarten Hand-Lettering Künste zum Einsatz. 🙂

Diesmal ging es nach dem Scannen des Titels (in mehreren Schriftversionen) und dem Label am PC weiter. Ich habe es relativ einfach und ohne große Kniffe im Bildbearbeitungsprogramm meines Vertrauens bearbeitet, gesäubert und ausgefüllt. Das kyrillische „Bräu“ ist eine Eigenkreation 😉 Es ist nur ein bisschen schade, dass ich von den gezeichneten Zwischenschritten keine ordentlichen Scans, sondern nur Fotos bei schlechtem Lichteinfall gemacht habe.

Header image photo credit: Amaury Salas

Es hat übrigens mehr Mühe gemacht das Bier zu brauen als die Labels zu gestalten. Keine Ahnung wieviele Stunden es waren, aber es müssen so um die sieben gewesen sein. ^^“ Und dann muss es ja auch stehen und gären, bevor man was davon hat. Aber es war interessant mal alle Zwischenschritt selber zu sehen und zu machen. Kann ich also jedem da draußen empfehlen, der oder die gerne mal ein Bier trinkt. In dem Sinne … Prost!

Hand-Lettering: Vergleich Brush-Pens (Copic ciao, Tombow, Koh-i-noor)

Nachdem es im Blog neulich schon darum ging wie man mit Brush Lettering anfangen kann, drängt es sich fast auf mal verschiedene Brush Pens zu vergleichen. Denn wer sich schon mal umgeschaut hat, wird feststellen, dass man bei so gehypten Hobbys ziemlich schnell ziemlich viel Geld loswerden kann. Wo man kostenlos Arbeitsblätter zum üben bekommen kann, habe ich in meinem Getting-Started-Artikel schon berichtet. Jetzt geht es um die Frage: welche Brush Pens?

Was die Schublade hergibt … und was nicht

Da ich durch das Illustrieren bereits Copic Ciao Marker hatte, war es naheliegend es erstmal mit ihnen zu probieren. Allerdings hatte ich etwas Probleme damit. Die Spitzen erschienen mir anfangs zu dick, zu unflexibel und es fiel mir schwer die feineren Linien damit zu schreiben. Jetzt weiß ich: das ist eine Frage der Übung, aber die Spitzen sind tatsächlich etwas unflexibel. Als ich gerade angefangen habe, schien ich aber nicht viele Fortschritte zu machen und habe mich im Kunstbedarfsladen meines Vertrauens umgeschaut. Man kann ordentlich viel Geld für Brush Pens hinblättern, dem Hype sei Dank. Ich hatte Glück und habe eine Packung mit Brush Pens von Koh-i-noor gefunden, die auch ein Set ist, aber nur unschlagbare 3€ gekostet hat, weil: Ausverkauf. Nachdem ich mit den günstigen Koh-i-Noor-Stiften etwas geübt hatte, wurde ich neugierig auf Tombow Brush Pens, die scheinbar sehr prominent in der Szene sind, und habe auch erstmal nur einen bestellt.

Koh-i-Noor, Copic ciao, Tombow: Vergleich

Die Koh-i-Noor-Stifte waren am Anfang sehr hilfreich. Sie sind sehr flexibel und man kommt gut in das nahtlose Schreiben der Kurven und das Erzeugen von Druck und somit Dynamik rein. Es ist ein bisschen Gewöhnungssache. Normalerweise muss man sich beim Illustrieren und Schreiben nicht so viele Gedanken über den Druck machen und ist es eher gewöhnt mit stetigem Druck zu schreiben. Copic ciao und auch Tombow geben weniger nach und bei den ersten Gehversuchen im Brush Lettering kann das irritierend sein. Während das also mit Koh-i-Noor-Stiften erstmal leichter war, ist es sehr schwierig saubere Übergänge mit ihnen zu bekommen. Die Spitze ist tatsächlich so weich, dass sie einfach mal wegrutscht. Das passiert v.A. viel bei Kurven und Übergängen zwischen dicken und dünnen Linien. Leider sind die Stifte auch nicht farbecht wie man im Vergleich sieht. Das Schwarz ist eher ein durchscheinendes Dunkelblau. Die Spitzen der Tombow Brush Pens sind etwas weniger flexibel und man muss sie ein bisschen „einmalen“ bzw. sich an sie gewöhnen. Nach einigen Übungen werden sie etwas flexibler und man bekommt mit ihnen eher das gewünschte Ergebnis. Sie reagieren gut auf ausgeübten Druck, sind aber nicht so weich, dass sie wegrutschen. Und farbecht. Schwarz sieht auch aus wie Schwarz. Copic ciao Marker haben eine tendenziell etwas zu breite Spitze und man muss ein bisschen mehr Feingefühl investieren, wenn man mit ihnen schreibt. Aber prinzipiell geht auch das mit Übung, wobei man hier darauf achten muss das richtige Papier zu verwenden, da sie auf normal-porigem Papier gefühlt schneller austrocknen und stark durchdrucken. (siehe Bild am Ende des Artikels)

Fazit?

Von der Handhabung her sind Tombow wahrscheinlich zu Recht so viel genutzte Brush Pens. Die Spitze hat genau die richtige Flexibilität für dicke und dünne Linien und die Stifte sind farbecht. Was ich noch nicht ausprobiert habe, aber möglicherweise die insgesamt günstigere Alternative ist: wirklich Pinsel und Farbe zu benutzen. Ich warne Anfänger aber ausdrücklich davor für horrende Summen Brush-Pen-Sets zu kaufen. Meistens findet man dort eine Farbe wie Schwarz die man häufig braucht und viele Farben, die man u.U. kaum braucht wie Hellgrau. Häufig bestehen die Sets auch nicht nur aus klassischen Brush Pens, sondern Stiften mit unterschiedlichen Spitzenbreiten, Fineliner und nur ein bis zwei wirklichen Brush Pens. Das ist sehr ärgerlich, weil man bspw. Fineliner meistens sowieso schon zuhause hat. Dafür dann 20-30€ hinzublättern sollte wohl überlegt sein. Generell würde ich dazu raten nach einem Sonderangebot Ausschau zu halten oder einfach zum ausprobieren erstmal einen Stift zum üben zu kaufen statt gleich einer halben Wagenladung. Copic ciao kosten ungefähr 4-5€. Tombow scheint der Marktführer zu sein und viel genutzt zu werden. Tombow-Stifte liegen auch bei etwa 4-5€ pro Stift. Beide sind aber ziemlich langlebig und werden eher geschmeidiger, als dass sie ihre Form verlieren oder sich abnutzen.

Habt ihr Erfahrungen mit unterschiedlichen Brush Pens oder sogar Pinsel und Farbe gemacht? Was ist eure Weapon of Choice und was könnt ihr zum lettern empfehlen? Meine Fotos habe ich letztes Jahr etwa im November oder Dezember gemacht und muss ein bisschen schmunzeln, wenn ich denke, dass ich inzwischen eigentlich mit allen Brush Pens bessere Ergebnisse hinkriege … aber das ist wohl der Lauf der Dinge. 😉