Hand-Lettering: filigrane Stile ausprobieren + Bounce Lettering

Seit Längerem wollte ich mich mal in ein paar neuen Stilen ausprobieren. Das neulich war noch nicht „anders“ genug. Da stolperte ich einerseits über den Begriff „Bounce Lettering“ – das habe ich unbewusst schon vor einer Weile ausprobiert. Aber da geht noch was – man kann das noch konsequenter durchziehen. Zum Anderen dürstete mir mal nach dünnen und filigranen Linien anstatt dem üblichen Brush Lettering. Beides habe ich ausprobiert und Blut geleckt …

Oben sieht man „Bounce Lettering“, das ich mal frei nach Schnauze ausprobiert habe. Auf der Suche nach einer „Definition“ wann etwas „genau“ Bounce Lettering ist, habe ich die Seite von Dawn Nicole gefunden. Relativ zusammenhangslos, da dort eigentlich Lettering-Stile und Übungsblätter angeboten wurden. Ein paar davon haben mich aber echt gekriegt – besonders „Raquella Monoscript“. Den seht ihr unten links im Bild. Das rechts unten war dann wieder frei nach Schnauze. Und das hat Spaß gemacht! Ich denke, dass ich erstmal bei den filigranen bleibe und das „Bild“ noch weiter verdichte, sodass der Text wie ein „Buchstabenhaufen“ aussieht. Ein möglichst filigraner versteht sich. 🙂 „Bounce Lettering“ bedeutet eben einfach, dass die Buchstaben nicht auf derselben Horizontalen stehen – mit konkreteren Definitionen ist es im Lettering-Bereich ein bisschen dünn.

Den Spruch mag ich zur Zeit ganz gerne. Warum? Weil man sich den Arsch abarbeiten kann, aber trotzdem nicht gesehen wird oder umsonst bemüht. Oft erlebt, oft daran verzweifelt. Aber was hilft schon das verzweifeln? Da muss man was dagegen tun, sei es auch nur erhobenen Hauptes weiterzumachen. Oder eben so gut zu sein, dass man nicht mehr ignoriert werden kann.

Habt ihr schon mal Bounce Lettering gemacht? Man hört ja oft genug form follows function – aber wann hilft es dem Schriftbild nicht mehr? Und wenn ich die filigranen Letterings anschaue, frage ich mich doch ein bisschen, ob das nicht ein Font genauso hinkriegt? Der Grat ist schmal.