Comic-Story-Cube-Challenge #1

Als ich neulich dem Blog hier einen neuen Anstrich verpasste, fiel mir auf wie lange ich schon keinen Manga mehr gezeichnet habe. Also wirklich mit Sprechblasen und so. Ich verrate die Jahreszahl nicht, ihr könnt euch das selber zusammenreimen. Manchmal würde man ja gern, aber das real life lässt das nicht so zu. Dann unterbreitete mir Sandra bei einem unserer zahlreichen Corona-Spaziergänge-mit-Abstand ein Angebot, das ich nicht ablehnen konnte …

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WIP: The Road to … Booknapping!

Ich wünsche euch ein frohes und gesundes neues Jahr! 😀 Eine schöne Art das neue Jahr zu beginnen ist mit einer abgeschlossenen Auftragsarbeit und einer glücklichen Auftraggeberin. 🙂 In den letzten Wochen (oder viel mehr Monaten ^^) habe ich mich bedeckt gehalten und nicht verraten, dass ich an einem Banner-Design für die liebe Sandra vom Literatur- und Comicblog Booknapping arbeite. Da ich Sandra schon mal im echten Leben begegnet bin und ihren Blog und Podcast (den sie zusammen mit zwei ebenso coolen und begeisterten Comic- und Literaturfans betreibt) regelmäßig höre/lese, hat es mich besonders gefreut, dass ich für sie kreativ werden darf. Und die Zwischenschritte bis zum Endergebnis zeige ich heute, auch wenn die „work“ inzwischen nicht mehr „in progress“ (WIP) ist, sondern pünktlich zum 1.1.2020 bei Sandra online ging.

1. Initialer Entwurf

Am Anfang steht der Gedanke. Sandra hat mir mitgeteilt was sie möchte und wir haben recht früh ausgemacht dazu ein Webmeeting abzuhalten, wo wir erörtern wie genau der Blogbanner aussehen soll. Bis dahin wollte ich etwas skizzieren. Der Name soll natürlich in den Blogbanner und Assel mit drauf – das hat mir Sandra mit auf den Weg gegeben. Also habe ich in einer ersten Skizze Assel im Comicstyle versinnbildlicht und ein paar Dinge, die ich mit Sandra (den Lesesessel) oder den Inhalten auf ihrem Blog assoziiere (Comics, Dinos im Comics!, …). Das Ergebnis eines ersten Entwurfs seht ihr unten, genauso wie Sandra das in einer ersten Websession sah.

2. Verfeinern, entwerfen, nachjustieren

Man muss ja einfach mal sagen, dass Sandra die Eigenschaft hat sich präzise und dabei freundlich auszudrücken und sehr klar zu sagen, was sie nicht braucht oder nicht für den Banner möchte. Eine Mischung (insbesondere dabei freundlich zu sein), die nicht so selbstverständlich zusammen und gleichzeitig anzutreffen ist. 😉 So wusste ich nach unserem Webmeeting ziemlich genau, was gebraucht wird und womit ich erstmal weiterarbeite. Daraus entstand diese behelfsmäßig mit PC-Maus gekritzelte Skizze mit „Platzhaltern“, die mir als gedankliche Stütze dienen sollte. Daraus machte ich dann einen richtigen Entwurf für Assel und die Comicbücher, zeichnete die Skizze rein und kolorierte sie mit Copics. Dann wird der ganze Spaß eingescannt, von Artefakten gereinigt (Staub auf dem Scanner etc.) und freigestellt. Nach dem Muster vom Platzhalter aus der Websession habe ich dann erstmal den Banner erstellt wie ihr ihn unter dem GIF seht.

3. fertig!

Ab und zu habe ich Sandra ein Snippet geschickt, damit sie sieht, dass ich nicht in den Dornröschenschlaf gefallen bin dass es voran geht und um mal ihre Stimmung abzutasten. Soweit so gut haben wir uns dann zu einer zweiten Websession verabredet. Aufgrund unserer nicht gerade leeren Terminkalender haben wir das, ich sage mal „mit Geduld gemeistert“ 😉 Bis dahin hatte Sandra schon den ersten reingezeichneten Entwurf, den ihr oben seht.

Wenn man dann das vorläufige Ergebnis schon mal live und in Farbe sieht, fällt natürlich bald auf, ob es den Erwartungen entspricht und tut was es soll. Deswegen ist es denke ich ganz wichtig die Stimmung zwischendurch abzuklopfen und schon mal was rumzuschicken. Weg von der Theorie quasi. So wusste Sandra sehr bald, dass der Hintergrund zu leer ist und ein verbindendes Element fehlt. Und auch, dass das Buch rechts weg kann. Bis zu unserer Websession hatte ich dann schon einen Anhaltspunkt und habe was vorbereitet. Da Sandra erst kurz vorher zu einem neuen WordPress-Theme gewechselt hat, habe ich mir dort die Farbe für den Hintergrund weggeschnappt und in der Websession schien Sandra ganz zufrieden – und ich sehr erleichtert. 🙂 Natürlich haben wir noch feinjustiert und tja. Dann konnte ich schon die Dateien zum „abgeben“ an Sandra fertig machen!

Header image photo credit: Amaury Salas

Dazu muss man sagen, dass Sandra da sehr entspannt war und es keinen Zeitdruck gab. Dafür bin ich sehr dankbar, denn ich hab es manchmal wochenlang nicht geschafft weiterzumachen. (Allerdings gibt es auch ein, zwei Zwischenschritte, die ihr hier nicht seht 😉 Es wirkt jetzt im Erzählfluss vielleicht wie schnell gemacht, aber ganz so ist das ja meistens nicht.) Vom ersten Gedanken im Mai bis zum „abliefern“ Ende Dezember liegt also eine recht ordentliche Zeitspanne. Was ich gelernt habe ist dass ich das nächstes Mal kontinuierlicher vorantreibe. Und dass ich definitiv abchecke, dass niemand in meinem Haushalt versucht größere Dateien herunterzuladen, während ich eine Websession haben möchte. o_o An der Stelle danke ich nochmal Sandra für die Möglichkeit, das Vertrauen und die Geduld – ich war nämlich aufgrund einiges privaten Trubels nicht unbedingt schnell. Es war eine sehr angenehme Zusammenarbeit. 🙂 Und es freut mich besonders, dass ich mich an das Maskottchen Assel von Sandras Blog wagen durfte und mein „Werk“ nun Sandras Blog ziert. So fängt das Jahr schön an!

WIP: „Listen“ oder: was aus der „Axt“ wurde

Es ist schon recht lange her, dass ich euch gefragt habe, was ihr von diesem Bildausschnitt erwartet, der nur eine Axt zeigt. Ein Spiel, das ich letztes Jahr gerne gespielt habe und das euch sicher auch dieses Jahr wieder das eine oder andere Mal erwartet. 😉 Nur aufgelöst habe ich es bis jetzt nicht. Dann wollen wir das mal ändern …

Ein brennender Busch und eine Axt – man könnte denken, dass hier eine religiöse Botschaft verborgen liegt. Aber das religiöse Sinnbild ist eher ein Mittel zum Zweck. Ich wollte viel mehr ausdrücken, dass viele Menschen nicht zuhören und dabei unter Umständen verpassen, wenn jemand etwas wichtiges zu sagen hat. Oder noch schlimmer: es nicht nur ein Produkt aus Alltags-Zeitmangel und Hast ist, sondern pure Ignoranz oder gar böser Wille. Daher die Axt als starkes Symbol. Es ist eins der klassischen Fälle in denen ich aus einer fixen Idee und dem Bild entsprechenden Stimmung heraus etwas auf Papier gebracht habe und danach meine schlechte Stimmung „weggezeichnet war“. Das ist gut und schlecht, denn seitdem liegt das Bild und ich habe es nicht zu Ende gebracht, weil ich dachte, dass es hilfreich wäre wieder in einer ähnlichen Stimmung zu sein, wenn ich es in Farbe tauche. Ich stelle mir ein flammendes Rot in einem kalten Blau vor, dass die Dunkelheit der Umgebung verdrängt. Aber eigentlich ist es schlimm auf eine ähnliche Stimmung zu warten wie damals, weil es definitiv keine gute oder sehr fröhliche war. Daher werde ich mich so oder so in nächster Zeit mal ransetzen 😉

Header image photo credit: Amaury Salas

Habt ihr erwartet, dass sich so etwas hinter dem Bild verbirgt? Oder etwas ganz anderes? Glaubt ihr daran, dass man für ein starkes Bild entsprechend starke emotionale Stimmungen braucht? Und würde das bedeuten, dass man für Kunst leiden muss – traurig, wütend oder ekstatisch sein muss? Ich bin da etwas unentschlossen. Ich denke Fähigkeiten sind immer ein Fundament, aber die richtig großen genialen Ideen und Motive entstammen tatsächlich entsprechenden Stimmungen.

WIP: Maybe there is a beast …

Neulich habe ich euch einen Vorgeschmack auf etwas gegeben, das nicht nach einer zarten Patschehand aussieht. Schauen wir mal, was daraus geworden ist. 🙂

Im nächsten Schritt deutet sich schon an, dass das Bild eher in die Richtung Halloween geht. Eigentlich sollten die Krallen nämlich einen Spruch rahmen, der mir jedes Jahr zu Halloween in den Sinn kommt und den ich gerne mal lettern wollte. Den „Rahmen“ mit den Krallen habe ich also erstmal auf Papier gezeichnet und mit Finelinern nachgezogen und mit Leben gefüllt. Auch das Zitat habe ich noch „analog“ mit Brush Pens geschrieben. Erst am PC habe ich schwarze Flächen gefüllt. Warum? Um ehrlich zu sein um Material zu sparen.

Der Satz von William Golding ist eigentlich Teil eines längeren Zitats und stammt aus dem Buch Der Herr der Fliegen, das ich aber noch nicht gelesen habe. Es steht aber schon auf meiner To-Read-Liste und ich hole das bestimmt in naher Zukunft nach. Den Satz finde ich sehr passend und entlarvend. Denn es sind nicht nur unsere Ängste, die uns die verrücktesten Dinge sehen oder tun lassen, sondern manchmal entpuppt sich das wozu Menschen in der Lage sind als gar unmenschlich.

Header image photo credit: Amaury Salas

Was für dramatische Worte zum Schluss 😉 Nächste Woche gibt es hier bestimmt etwas fröhlicheres. Welches Zitat, das ihr mögt eilt seinem Ursprung voraus? Welche Zitate, Sätze, Weisheiten über das menschliche Wesen findet ihr am bezeichnendsten? Und am halloween-tauglichsten? 😉 Spart ihr durchs digitale auch gerne mal Material?

WIP: „Happy Monster Forest“

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich könnte solche animierten WIPs stundenlang angucken. Die Zwischenschritte bis zu einem fertigen Bild finde ich immer wieder spannend, selbst wenn es mein eigenes ist und ich die noch ganz gut in Erinnerung habe. Damit fühlt sich die Arbeit, die dahinter steckt und der Schaffungsprozess nicht mehr ganz so flüchtig an. Das Bild was ich euch heute zeige hat eine relativ sprunghafte und wendungsreiche Entstehungsgeschichte …

Als ich gefühlt vor Ewigkeiten die erste Staffel der Serie Channel Zero schaute, war ich positiv überrascht. Mal was anderes, slightly creepy. Es gibt darin eine Stelle, in der die Kamera den Wald fixiert und es dem Zuschauer überlässt sich zu überlegen, ob darin etwas gruseliges lauert. Das fand ich ganz spannend und wollte die Idee in ein Bild packen. Grünzeug zeichnen liegt mir auch und macht mir viel Spaß. An die Szene im Film habe ich mich dabei nicht gehalten, sondern was eigenes versucht. Ich hätte gern über Schraffur einen Tiefeneffekt erzeugt und viele Grauschattierungen eingearbeitet die als Verlauf bis zur Mitte dann ins Schwarz übergehen. Und das Schwarz sollte ein hypnotischer, leerer Fleck in der Mitte sein. Der Effekt, dass das Grünzeug quasi aus dem Passepartou platzt sollte das unterstreichen.

Da ihr nun das Bild gesehen habt, wisst ihr, dass es das nicht ganz geworden ist. ^^‘ Aber mit Intention. Erstmal lag das Bild eine ganze Weile. Eine ganze Weile. Dann holte ich es irgendwann aus der Versenkung, war irgendwie in einer witzigen Stimmung, hatte gute Laune und da kam mir die Idee, dem ganzen eine andere Note zu geben. Ich wollte, dass es witzig, aber auch etwas creepy ist. Dadurch wich die reine Schwärze dem grinsenden Etwas. Es sollte Gedanken auslösen wie „Was ist das? Ein Mensch ja nicht!“ und dass es auf den zweiten Blick creepy wird, weil das breite Grinsen umso mehr den Eindruck erweckt, dass das Ding eine Intention hat. Warum versteckt es sich im Dunkel? Ist mir das geglückt?? 🙂 Übrigens gibt es da noch eine zweite Stufe. Ich habe mir überlegt daraus eine kleine Animation zu machen, die ich euch dann wahrscheinlich in den nächsten Wochen zeige.

Header image photo credit: Amaury Salas

Habt ihr auch so ein Ding, an dem ihr länger gesessen habt und dass dann seine Bedeutung verändert hat? Bzw. dessen Bedeutung ihr dann verändert habt? Vielleicht ist es manchmal sehr hilfreich etwas liegen zu lassen – manchmal wahrscheinlich aber auch nicht. Das Snippet hier lasse ich beispielsweise gerade wieder liegen, bis meine Stimmung passt um es weiterzuzeichnen. Was irgendwie nicht so angenehm ist, da ich dafür (entgegen eures Raten was es damit auf sich hat 😉 ) eine relativ düstere brauche. Und das will ich eigentlich nicht XD Quel dilemme! Ich warte einfach bis November und es graues Regenwetter gibt, das passt dann auch.

WIP: „Who’s the Animal?“

Nach sovielen Fundstücken wird es mal wieder Zeit für was anderes – in dem Fall ein „Work in Progress“ eines meiner Lieblingsbilder von mir. Das klingt furchtbar selbstverliebt, aber hey … was wäre das, wenn wir nur Zeug zeichnen würden, das wir selber nicht mögen? Das wäre wie schießen auf bewegliche Ziele. Das Bild, das ich euch heute zeige hat schon 5 Jahre auf dem Buckel. Inzwischen kann ich Füchse glaube ich etwas besser zeichnen. Aber ansonsten mag ich die Details immer noch sehr gerne und es erinnert mich etwas an die Serie „Hannibal“.
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WIP: A Year in Pixels

Vor einer Weile habe ich auf Twitter einen Ausschnitt aus einem Bullet Journal gesehen, in dem jemand sich einen Mood Tracker bzw. ein Stimmungsbarometer gebastelt hat. D.h. ein Stimmungsbarometer bei dem man für jeden Tag im Jahr eine Farbe wählt und am Ende des Jahres dann eine sehr sehr bunte Übersicht rausbekommt. Leider weiß ich nicht mehr bei wem ich das gesehen habe. Ein Bullet Journal habe ich zwar nicht, aber auf meine „Pixels“ komme ich auch mit anderem Material 😉

Wir ihr seht, habe ich einfach kariertes Papier genommen und es in das Notizbuch meiner Wahl geklebt. Das Foto ist aus dem Januar, also gibt es nicht viel zu sehen. Außer der Erkenntnis, dass die Stimmung von Tag zu Tag ganz schnell umschlagen kann 😉 Tatsächlich habe ich das beibehalten und finde die Idee immer noch ganz schön. Es macht nicht viel Mühe und wenn man es mal zwei Tage vergisst, ist es auch kein Drama. Man weiß ja im Nachhinein (hoffentlich) noch wie man sich die letzten Tage gefühlt hat. Und es ist ein schöner Indikator dafür, wann man stressige oder glückliche Zeiten hat. Es ist anhand der Farben schnell enttarnt, was los war. „Aha, da hatte ich Urlaub. Und an dem Tag hatte ich Ärger mit …“.

Header image photo credit: Amaury Salas

Wie findet ihr die Idee? (Die offensichtlich leider nicht auf meinem Mist gewachsen ist 😉 ) Kennt ihr vielleicht ähnliche Spielereien? Habt ihr eigentlich ein Bullet Journal? Journals aller Art sind ja seit Jahren ein ziemlicher Renner. Für mich bietet sich das irgendwie nicht an, da ich seit Jahren einen fertigen Timer einer Firma benutze und der so perfekt ist, dass ich keinen Grund sehe mir selber einen anzufertigen. Obwohl mich der Gedanke sehr reizt alles selber kreativ zu gestalten.

WIP: Bier-Label

Der Liebste und ich haben Bier gebraut. Ihr kennt vielleicht diese Brau-Boxen, mit denen man auch zuhause Bier herstellen kann!? Das passiert in Mengen, die auch erlaubt sind und kommerziell ist es ja eh nicht, sondern es dient dem ganz eigenen Spaß. Und Genuss! Es ist wirklich sehr gut geworden! Ich bin etwas überrascht wie gut ^^“ Und wie sich das eben gehört, habe ich ein Label entworfen. Macht man auch nicht alle Tage.

Bevor ihr euch wundert: Das Bier trägt den Namen des Liebsten, aber da er ein enthusiastischer Datenschützer ist und seinen Namen hier nicht lesen will, hat er mir erlaubt seine Bier-Labels mit meinem Alias online zu zeigen. 😉 Aber eigentlich heißt es nicht „Booleana Bräu“. Für das Bier Label habe ich bei einer echten Flasche mit Label Maß genommen, vorgezeichnet und mir dazu ein paar Stockphotos für den Hopfen als Beispiel vorgenommen. Man lernt viel dazu, ich habe Hopfen tatsächlich noch nie von nahem gesehen. Das ganze habe ich dann mit Finelinern verschiedener Strichstärke nachgezeichnet und die Vorzeichnung ausradiert. Der Titel des Bieres wurde mit einem Tombow Brush Pen selber geschrieben. Da kommen endlich die zarten Hand-Lettering Künste zum Einsatz. 🙂

Diesmal ging es nach dem Scannen des Titels (in mehreren Schriftversionen) und dem Label am PC weiter. Ich habe es relativ einfach und ohne große Kniffe im Bildbearbeitungsprogramm meines Vertrauens bearbeitet, gesäubert und ausgefüllt. Das kyrillische „Bräu“ ist eine Eigenkreation 😉 Es ist nur ein bisschen schade, dass ich von den gezeichneten Zwischenschritten keine ordentlichen Scans, sondern nur Fotos bei schlechtem Lichteinfall gemacht habe.

Header image photo credit: Amaury Salas

Es hat übrigens mehr Mühe gemacht das Bier zu brauen als die Labels zu gestalten. Keine Ahnung wieviele Stunden es waren, aber es müssen so um die sieben gewesen sein. ^^“ Und dann muss es ja auch stehen und gären, bevor man was davon hat. Aber es war interessant mal alle Zwischenschritt selber zu sehen und zu machen. Kann ich also jedem da draußen empfehlen, der oder die gerne mal ein Bier trinkt. In dem Sinne … Prost!

WIP: Ein Fuchs und ein Kosmonaut

Letzte Woche habe ich ja hier öffentlich über Copics geschwärmt, meine weapon of choice zum Illustrieren. Es wird allerdings höchste Zeit hier auch mal was Illustriertes zu zeigen. 🙂 Das möchte ich heute in Form einer kleinen Animation tun, die die Zwischenschritte zeigt. Gezeichnet habe ich mit Bleistift, das Lineart habe ich mit Finelinern gemacht und mit Copics illustriert. Danach habe ich nochmal mit Finelinern ein paar Verbesserungen vorgenommen – achtet mal drauf, mir sind beim Lineart nach dem Ausradieren aus Versehen die Schnurrhaare des Fuchses abhanden gekommen ^^“. Größere dunkle Flächen habe ich ebenso mit Finelinern und Copics bearbeitet und dann habe ich den Hintergrund am PC ausgefüllt.

Fuchs und Kosmonaut

Header image photo credit: Amaury Salas

Ich hoffe euch gefällt die Illustration und ihr findet diese WIP-Gifs genauso faszinierend wie ich … ich könnte die stundenlang anstarren. 😉

WIP Dekanter mit Weinlaub-Muster

Bereits in den letzten beiden Woche ging es hier ein bisschen um das ‚Zeichnen für Andere‘ bzw. Aufträge, wenn man so will. Obwohl der Begriff ‚Auftrag‘ etwas hochtrabend klingt. Die Leute, die einem nahe stehen, fragen ja eher mal, ob man etwas für sie zeichnet. Insbesondere, wenn einen schlichtweg keiner sonst kennt 😉 Und so fragte mich 2012 auch eine Studien-Freundin für ein wie ich finde etwas außergewöhnlicheres Vorhaben.

Vor einer gefühlten Ewigkeit hat mich eine Freundin darauf angesprochen, ob ich ihr einen Dekanter bemalen würde. Der Gedanke dabei ist der folgende: besagte Freundin von mir hat das Know-How und das nötige Werkzeug um sich Gefäße zu gravieren. Normalerweise zeichnet sie sich die Bilder vor. Dazu nimmt sie eine passende Vorlage und klebt sie in das Gefäß, um anschließend das Wunschmotiv auf der Seite nachzuziehen auf der später graviert wird. Das damals aktuellste Objekt der Begierde war ein Dekanter und durch den schmalen Hals kann man schlecht eine Vorlage einkleben. Also musste jemand her der eine Weinranke frei Hand zeichnen kann … ich helfe gern. 🙂

Danach hat sich die Auftraggeberin ran gemacht und mir freundlicherweise ein paar Bilder vom Schaffensprozess und Ergebnis zukommen lassen.

Header image photo credit: Amaury Salas

Ich habe sowas noch nie gemacht und fand das sehr lustig. Auf das Ergebnis war ich sehr gespannt und dank Tinte sieht man gleich noch mehr. 🙂 Gerne wieder. Aber fragt mich nicht wie es mit dem Gravieren läuft – davon habe ich leider keine Ahnung. Interessant ist aber für wieviele Ideen das Tür und Tor öffnet.

WIP Album-Cover-Design für SPUN „All Inside“

Letzte Woche habe ich euch vom Freud und Leid der Auftragsarbeiten erzählt am Beispiel einer Arbeit, die mir Spaß gemacht hat, die aber nicht zum Einsatz kam. Dieses Mal soll es um eine Arbeit gehen, die sogar gedruckt wurde, yesssss. Im Oktober und November 2012 habe ich mich neben Uni und dem normalen Alltag an die Gestaltung des Digipacks (Album) der Dresdner Band SPUN mit dem Titel „All Inside“ gewagt. Ein Abenteuer auf das ich euch heute mitnehme – wenn auch im Rückblick. 😀

Die Arbeit an dem Cover bzw. dem ganzen Booklet war in diesem Fall ziemlich geradlinig – die Auftraggeber hatten eine klare Vorstellung wie das Endergebnis aussehen soll. Sogar so klar, dass sie eine Skizze und Erklärung für mich hatten und ich konnte mich mit der Idee sofort identifizieren und habe verstanden, worum es geht. Natürlich bleibt aber auch immer die Frage im Raum stehen, ob Stil und Umsetzung gefällt. Spoiler: es hat gefallen. Aber was wäre das Leben ohne ein bisschen Nervenkitzel 😉 Ich bekam von SPUN eine Skizze für das Cover und habe auch einen eigenen Entwurf beigesteuert – letzterer ist dann die Tracklist bzw. Rückseite des Digipaks geworden, was mich nochmal etwas stolzer gemacht hat. 🙂

Cover

Der Grundgedanken ist, dass jeder Song durch ein Motiv dargestellt wird. In einer Skizze, die ich vorgelegt habe (die man später noch in einer animierten Gif kurz sieht) war das so vorgesehen, dass alle Motive dabei ineinander übergehen bzw. zusammenspielen. Meine eigene provisorisch angefertigte Vorzeichnung/Interpretation habe ich am Leuchttisch nochmal auf besseres Papier übertragen und eine ausgebesserte, saubere Vorzeichnung angefertigt. Das wirkt zwar unnötig, aber ich kann sagen, dass ich im Laufe der Zeit den Leuchttisch angefangen habe zu lieben und er ist unverzichtbar um aus einer rohen Skizze was sauberes zu machen. Meiner ist gekauft, aber wenn man handwerkliches Geschick hat, kann man sicherlich selber einen bauen.

Anschließend nochmal alles neu mit Tusche und Feder nachziehen – an der Stelle stöhnen immer alle entnervt auf und rufen „Du zeichnest das noch ein drittes Mal???“ Ja. XD Das gehört dazu. Denn ich hatte einen Plan …

…das Ganze habe ich gemacht, um anschließend mit Copic Markern zu kolorieren. Die funktionieren generell besser, wenn man das richtige Papier benutzt und mit einem wasser- und alkoholunlöslichen Medium die Linien nachzieht. Der Auftrag war zwar von Anfang an als schwarz-weiß angelegt aber ich wollte mir die Option offen lassen was mit Copic-Markern zu probieren. Ein kleines Experiment sozusagen. Leider sah das alles etwas zu verwaschen aus und war zu schwierig in der späteren digitalen Weiterverarbeitung. Also habe ich die Outlines bzw. Lineart benutzt und am PC nochmal digital koloriert. Die einzelnen Schritte zum finalen Layout zeigt diese kleine Gif-Animation (beginnend bei Skizze, Vorzeichnung, Outlines und die einzelnen Schritte der digitalen Kolorierung). Im Nachhinein war es also eine gute Entscheidung alle Schritte zwischendurch einzuscannen und digial aufheben zu können.

Man sieht das gegen Ende das eine oder andere verändert wurde … wenn man alle Zwischenschritte dazu zählt, habe ich eine ganze Menge Cover-Versionen hier rumliegen. Daraus könnte man eine schöne große Fototapete machen. 😉

Rückseite/Trackliste

Den Gedanken der Band jedem Song ein Motiv zuzuordnen habe ich zuerst etwas anders umgesetzt. Was nun die Rückseite und die Trackliste ziert, war also ursprünglich mein erster Coverentwurf. Hier habe ich jedes Motiv einzeln gezeichnet und dabei die Figur einem Kugelumriss angenähert. Die Zwischenschritte waren etwas unkomplizierter, weil ich von Anfang an digital kolorieren wollte. Und das auch nur minimal, denn viel Platz für tolle Verläufe und Übergänge gab’s einfach nicht. (Wenn man mal bedenkt, dass das gesamte Bild etwa 12x12cm groß sein wird.)

Und der Rest?

Bleibt geheim. Wer das Innenleben der CD sehen und hören will, sollte sich schleunigst mit SPUN in Verbindung setzen. Mehr Informationen zur Band (und Hörproben!) gibt es unter: diesem Link

Insgesamt hat es mich 1. gefreut für eine Band ein Digipack zu gestalten, deren Musik ich mag. Das passt schon mal super. 😀 Dann war es auch schön zu sehen, dass jemand eine Vorstellung hat wie das ganze aussehen soll. Die Idee mit „ein Motiv pro Song“ finde ich super. Ziemlich runde Sache, dass das Album dann auch noch „All Inside“ heißt. Ein bisschen Zittern und Bangen schwingt natürlich auch mit: trifft man den Geschmack der ganzen Gruppe? Für eine Band ist ein Album ein wichtiger Meilenstein. Eben so wie für mich gedruckt zu werden beispielsweise, also wenn etwas, dass ich gemacht habe, wirklich das Licht der Welt erblickt.

Header image photo credit: Amaury Salas

Es ist ziemlich lange her, aber ich denke gern an die Zeit und das designen zurück – es hat irre viel Spaß gemacht und war definitiv eine der am besten funktionierenden Zusammenarbeiten im Laufe der Zeit. Ein bisschen Schmerzen hat es auch gekostet. Kann mich noch gut an den Kampf erinnern das ganze Equipment rund um Tablets und Leuchttische in meiner kleinen Studentenwohnung aufzubauen und mich irgendwo hinzuquetschen und zu zeichnen. Belohnt wurde das u.a. mit einem einseitig steifen Nacken. ^^“ Kaum zu glauben, dass es schon fünf Jahre her ist. Manches würde ich heute vielleicht anders machen, aber das Cover gefällt mir immer noch sehr gut. 😀