Comic-Story-Cube-Challenge #1

Als ich neulich dem Blog hier einen neuen Anstrich verpasste, fiel mir auf wie lange ich schon keinen Manga mehr gezeichnet habe. Also wirklich mit Sprechblasen und so. Ich verrate die Jahreszahl nicht, ihr könnt euch das selber zusammenreimen. Manchmal würde man ja gern, aber das real life lässt das nicht so zu. Dann unterbreitete mir Sandra bei einem unserer zahlreichen Corona-Spaziergänge-mit-Abstand ein Angebot, das ich nicht ablehnen konnte …

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Umbau beendet!

Das ist mal ein „WIP“ der anderen Art. Der Gedanke dem Blog eine kleine Frischzellenkur zu verpassen war schon länger da. Aber jetzt ging ich es an einem dank #Coronakrise TODO-freien Wochenende ganz unvermittelt an. Oder sagen wir mal zwei Wochenenden. Sorry – in der Zeit erschienen keine Beiträge, weil der Umbau soviel Zeit gefressen hat. Es waren einige Handgriffe. 🙂

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WIP: The Road to … Booknapping!

Ich wünsche euch ein frohes und gesundes neues Jahr! 😀 Eine schöne Art das neue Jahr zu beginnen ist mit einer abgeschlossenen Auftragsarbeit und einer glücklichen Auftraggeberin. 🙂 In den letzten Wochen (oder viel mehr Monaten ^^) habe ich mich bedeckt gehalten und nicht verraten, dass ich an einem Banner-Design für die liebe Sandra vom Literatur- und Comicblog Booknapping arbeite. Da ich Sandra schon mal im echten Leben begegnet bin und ihren Blog und Podcast (den sie zusammen mit zwei ebenso coolen und begeisterten Comic- und Literaturfans betreibt) regelmäßig höre/lese, hat es mich besonders gefreut, dass ich für sie kreativ werden darf. Und die Zwischenschritte bis zum Endergebnis zeige ich heute, auch wenn die „work“ inzwischen nicht mehr „in progress“ (WIP) ist, sondern pünktlich zum 1.1.2020 bei Sandra online ging.

1. Initialer Entwurf

Am Anfang steht der Gedanke. Sandra hat mir mitgeteilt was sie möchte und wir haben recht früh ausgemacht dazu ein Webmeeting abzuhalten, wo wir erörtern wie genau der Blogbanner aussehen soll. Bis dahin wollte ich etwas skizzieren. Der Name soll natürlich in den Blogbanner und Assel mit drauf – das hat mir Sandra mit auf den Weg gegeben. Also habe ich in einer ersten Skizze Assel im Comicstyle versinnbildlicht und ein paar Dinge, die ich mit Sandra (den Lesesessel) oder den Inhalten auf ihrem Blog assoziiere (Comics, Dinos im Comics!, …). Das Ergebnis eines ersten Entwurfs seht ihr unten, genauso wie Sandra das in einer ersten Websession sah.

2. Verfeinern, entwerfen, nachjustieren

Man muss ja einfach mal sagen, dass Sandra die Eigenschaft hat sich präzise und dabei freundlich auszudrücken und sehr klar zu sagen, was sie nicht braucht oder nicht für den Banner möchte. Eine Mischung (insbesondere dabei freundlich zu sein), die nicht so selbstverständlich zusammen und gleichzeitig anzutreffen ist. 😉 So wusste ich nach unserem Webmeeting ziemlich genau, was gebraucht wird und womit ich erstmal weiterarbeite. Daraus entstand diese behelfsmäßig mit PC-Maus gekritzelte Skizze mit „Platzhaltern“, die mir als gedankliche Stütze dienen sollte. Daraus machte ich dann einen richtigen Entwurf für Assel und die Comicbücher, zeichnete die Skizze rein und kolorierte sie mit Copics. Dann wird der ganze Spaß eingescannt, von Artefakten gereinigt (Staub auf dem Scanner etc.) und freigestellt. Nach dem Muster vom Platzhalter aus der Websession habe ich dann erstmal den Banner erstellt wie ihr ihn unter dem GIF seht.

3. fertig!

Ab und zu habe ich Sandra ein Snippet geschickt, damit sie sieht, dass ich nicht in den Dornröschenschlaf gefallen bin dass es voran geht und um mal ihre Stimmung abzutasten. Soweit so gut haben wir uns dann zu einer zweiten Websession verabredet. Aufgrund unserer nicht gerade leeren Terminkalender haben wir das, ich sage mal „mit Geduld gemeistert“ 😉 Bis dahin hatte Sandra schon den ersten reingezeichneten Entwurf, den ihr oben seht.

Wenn man dann das vorläufige Ergebnis schon mal live und in Farbe sieht, fällt natürlich bald auf, ob es den Erwartungen entspricht und tut was es soll. Deswegen ist es denke ich ganz wichtig die Stimmung zwischendurch abzuklopfen und schon mal was rumzuschicken. Weg von der Theorie quasi. So wusste Sandra sehr bald, dass der Hintergrund zu leer ist und ein verbindendes Element fehlt. Und auch, dass das Buch rechts weg kann. Bis zu unserer Websession hatte ich dann schon einen Anhaltspunkt und habe was vorbereitet. Da Sandra erst kurz vorher zu einem neuen WordPress-Theme gewechselt hat, habe ich mir dort die Farbe für den Hintergrund weggeschnappt und in der Websession schien Sandra ganz zufrieden – und ich sehr erleichtert. 🙂 Natürlich haben wir noch feinjustiert und tja. Dann konnte ich schon die Dateien zum „abgeben“ an Sandra fertig machen!

Header image photo credit: Amaury Salas

Dazu muss man sagen, dass Sandra da sehr entspannt war und es keinen Zeitdruck gab. Dafür bin ich sehr dankbar, denn ich hab es manchmal wochenlang nicht geschafft weiterzumachen. (Allerdings gibt es auch ein, zwei Zwischenschritte, die ihr hier nicht seht 😉 Es wirkt jetzt im Erzählfluss vielleicht wie schnell gemacht, aber ganz so ist das ja meistens nicht.) Vom ersten Gedanken im Mai bis zum „abliefern“ Ende Dezember liegt also eine recht ordentliche Zeitspanne. Was ich gelernt habe ist dass ich das nächstes Mal kontinuierlicher vorantreibe. Und dass ich definitiv abchecke, dass niemand in meinem Haushalt versucht größere Dateien herunterzuladen, während ich eine Websession haben möchte. o_o An der Stelle danke ich nochmal Sandra für die Möglichkeit, das Vertrauen und die Geduld – ich war nämlich aufgrund einiges privaten Trubels nicht unbedingt schnell. Es war eine sehr angenehme Zusammenarbeit. 🙂 Und es freut mich besonders, dass ich mich an das Maskottchen Assel von Sandras Blog wagen durfte und mein „Werk“ nun Sandras Blog ziert. So fängt das Jahr schön an!

Frohe Weihnachten

Was die Weihnachtswünsche betrifft, halte ich es da wie letztes Jahr 😉 Da ihr Weihnachten bestimmt mit anderen Dingen beschäftigt seid als Blogs zu lesen, schicke ich meine Grüße an euch jetzt schon hinaus. Vorher habe ich aber noch etwas mitgebracht. Wie sich das für einen Kunstblog gehört 🙂

Im Gegensatz zum letzten Jahr habe ich dieses Mal quasi gar kein Origami oder irgendwelche Basteleien gemacht. Beziehungsweise beschränken die sich wohl auf Plätzchen basteln, Geschenke einpacken und sowas 😉 Und Weihnachtskarten basteln! Letztes Jahr das erste Mal (seit der Kindheit oder so) selber gemachte verschickt. Man muss seine Hand-Lettering-Skills ja mal irgendwie nutzen. Im Gegensatz zu früher ist es allerdings nicht mehr billiger selbstgemachte Weihnachtskarten zu verschicken. Zumindest, wenn man wie ich wieder unbedingt die leicht glitzernden kauft. Man sieht den Effekt ganz gut auf dem Foto – ich mag das sehr.

Beim Spruch habe ich es dieses Mal etwas allgemeiner gelassen. Gibt ja genug Menschen, die nicht Weihnachten feiern, sondern Feiertage verbringen. Für meinen anderen Blog habe ich auch eine Grafik gemacht, wo der Spruch zum Einsatz kommt:

used the incredible stock photo by: JESHOOTS.COM

Übrigens stammen die Zeilen aus dem Song „White Christmas“ – kommt euch also sicherlich bekannt vor. Das war’s … letzter Beitrag im alten Jahr. Es war ein spannendes. Nicht alles war gut, nicht alles war schlecht. Ich wünsche euch wunderbare Feiertage, egal wie ihr sie verbringt – lasst es euch gut gehen. ♥ Und kommt gut ins neue Jahr.

Preview: Happy Halloween

Nach etwas Startschwierigkeiten mit dem neuen Zwei-Wochen-Rhythmus hier im Blog (der Beitrag hier wäre eigentlich letzte Woche fällig gewesen ^^‘), konnte ich es mir nicht nehmen lassen wenigstens eine Preview dessen zu posten, was ich zu Halloween fertig stellen will. Ihr seht wo die Reise hingeht 😉 In dem Sinne: Happy Halloween. Und hoffentlich finde ich bald Zeit es zu kolorieren und euch zu zeigen 😀

Header image photo credit: Dmitry Ratushny

WIP: „Listen“ oder: was aus der „Axt“ wurde

Es ist schon recht lange her, dass ich euch gefragt habe, was ihr von diesem Bildausschnitt erwartet, der nur eine Axt zeigt. Ein Spiel, das ich letztes Jahr gerne gespielt habe und das euch sicher auch dieses Jahr wieder das eine oder andere Mal erwartet. 😉 Nur aufgelöst habe ich es bis jetzt nicht. Dann wollen wir das mal ändern …

Ein brennender Busch und eine Axt – man könnte denken, dass hier eine religiöse Botschaft verborgen liegt. Aber das religiöse Sinnbild ist eher ein Mittel zum Zweck. Ich wollte viel mehr ausdrücken, dass viele Menschen nicht zuhören und dabei unter Umständen verpassen, wenn jemand etwas wichtiges zu sagen hat. Oder noch schlimmer: es nicht nur ein Produkt aus Alltags-Zeitmangel und Hast ist, sondern pure Ignoranz oder gar böser Wille. Daher die Axt als starkes Symbol. Es ist eins der klassischen Fälle in denen ich aus einer fixen Idee und dem Bild entsprechenden Stimmung heraus etwas auf Papier gebracht habe und danach meine schlechte Stimmung „weggezeichnet war“. Das ist gut und schlecht, denn seitdem liegt das Bild und ich habe es nicht zu Ende gebracht, weil ich dachte, dass es hilfreich wäre wieder in einer ähnlichen Stimmung zu sein, wenn ich es in Farbe tauche. Ich stelle mir ein flammendes Rot in einem kalten Blau vor, dass die Dunkelheit der Umgebung verdrängt. Aber eigentlich ist es schlimm auf eine ähnliche Stimmung zu warten wie damals, weil es definitiv keine gute oder sehr fröhliche war. Daher werde ich mich so oder so in nächster Zeit mal ransetzen 😉

Header image photo credit: Amaury Salas

Habt ihr erwartet, dass sich so etwas hinter dem Bild verbirgt? Oder etwas ganz anderes? Glaubt ihr daran, dass man für ein starkes Bild entsprechend starke emotionale Stimmungen braucht? Und würde das bedeuten, dass man für Kunst leiden muss – traurig, wütend oder ekstatisch sein muss? Ich bin da etwas unentschlossen. Ich denke Fähigkeiten sind immer ein Fundament, aber die richtig großen genialen Ideen und Motive entstammen tatsächlich entsprechenden Stimmungen.

Frohe Weihnachten

Eigentlich wünscht man das offiziell erst morgen. 🙂 Aber vielleicht hat morgen keiner von euch Zeit hier reinzuschauen!? Weil es Weihnachten so viele andere Dinge zutun gibt. Mit den Lieben sprechen, spielen, kochen. Oder wenn ihr Weihnachten ganz für euch seid, leckeres essen und gute Bücher lesen, schöne Weihnachtsfilme schauen. Egal, wie oder wo ihr Weihnachten feiert, ich hoffe ihr seid an einen warmen Ort und dass euch das Herz leicht ist und ihr glücklich seid. Ich wünsche es euch ♥

Ein bisschen was zu zeigen habe ich heute trotzdem. 🙂 Wie vor ein paar Tagen schon mal erzählt, habe ich mich dran gemacht selber Weihnachtskarten zu machen. D.h. Blanko-Karten selbst zu beschriften und ein bisschen zu verzieren. Hat ganz gut geklappt 😀 Es ist zwar meistens nicht so schlau Weihnachten schon ein gesundes neues Jahr zu wünschen, aber die Karten haben nur Leute bekommen, die ich zu/zwischen den Feiertagen nicht persönlich sehen kann. Also erschien es mir dann doch wieder ganz schön. Und natürlich habe ich eine Karte mit einem Schreibfehler vermasselt 😉 Das seht ihr dann wohl in den Outtakes … dabei habe ich vorher sogar geübt, damit sowas nicht passiert ^^‘. Man konzentriert sich beim Hand-Lettering schnell auf das Schönschreiben und wenig auf die Rechtschreibung, eieiei.

Die fertigen Karten seht ihr unten und ich finde sie sind sehr schön geworden. 🙂 Es hat viel Spaß gemacht und ich werde das bestimmt im nächsten Jahr wiederholen. Wäre ich nicht kurz vor Weihnachten krank geworden und hätte mit einer Erkältung flach gelegen, hätte ich mir bestimmt nochmal solche Karten aus dem Kunsbedarfsladen meines Vertrauens geholt und ein paar mehr gemacht oder noch mehr ausprobiert. Obwohl die Karten nicht hellweiß sind und ein bisschen glänzen ist die Farbe doch schöner geworden als erwartet.

Header image photo credit: Amaury Salas

Verschickt ihr eigentlich Weihnachtskarten? Oder sogar selbstgemachte? 🙂 Und wie verbringt ihr Weihnachten? Lasst es euch in jedem Fall gut gehen und Frohes Fest.

Gedanken: über Versprechen, Mangastyle und Fanart

Eigentlich wollte ich in Anlehnung an den großartigen Manga „Clover“ von CLAMP einen der mechanischen Vögel zeichnen, die dort zahlreich auftreten und uns daran erinnern, dass der Manga in einer Welt spielt, in der die meisten Tiere längst ausgestorben sind. Das sollte vor Allem meine unterschwellige Angst mindern, dass ich vielleicht verlernt habe im Mangastyle zu zeichnen. Irgendwie kam etwas anderes dabei raus.

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WIP: Maybe there is a beast …

Neulich habe ich euch einen Vorgeschmack auf etwas gegeben, das nicht nach einer zarten Patschehand aussieht. Schauen wir mal, was daraus geworden ist. 🙂

Im nächsten Schritt deutet sich schon an, dass das Bild eher in die Richtung Halloween geht. Eigentlich sollten die Krallen nämlich einen Spruch rahmen, der mir jedes Jahr zu Halloween in den Sinn kommt und den ich gerne mal lettern wollte. Den „Rahmen“ mit den Krallen habe ich also erstmal auf Papier gezeichnet und mit Finelinern nachgezogen und mit Leben gefüllt. Auch das Zitat habe ich noch „analog“ mit Brush Pens geschrieben. Erst am PC habe ich schwarze Flächen gefüllt. Warum? Um ehrlich zu sein um Material zu sparen.

Der Satz von William Golding ist eigentlich Teil eines längeren Zitats und stammt aus dem Buch Der Herr der Fliegen, das ich aber noch nicht gelesen habe. Es steht aber schon auf meiner To-Read-Liste und ich hole das bestimmt in naher Zukunft nach. Den Satz finde ich sehr passend und entlarvend. Denn es sind nicht nur unsere Ängste, die uns die verrücktesten Dinge sehen oder tun lassen, sondern manchmal entpuppt sich das wozu Menschen in der Lage sind als gar unmenschlich.

Header image photo credit: Amaury Salas

Was für dramatische Worte zum Schluss 😉 Nächste Woche gibt es hier bestimmt etwas fröhlicheres. Welches Zitat, das ihr mögt eilt seinem Ursprung voraus? Welche Zitate, Sätze, Weisheiten über das menschliche Wesen findet ihr am bezeichnendsten? Und am halloween-tauglichsten? 😉 Spart ihr durchs digitale auch gerne mal Material?

Aquarell: Erste Gehversuche

Als ich im Frühjahr umgezogen bin und ein weiteres Mal durch irgendeinen Baumarkt lief um irgendwas zu kaufen (sicherlich etwas das beim Küchenbau fehlte), verirrte ich mich irgendwie in einen Gang mit Kunstbedarf. Hätte ich dort gar nicht erwartet. Und da lächelte mich eine Palette mit Aquarellfarben an. Ein fixer Gedanke, eine Eingebung: ich mache mal Aquarell.

Allerdings war bei Umzugsnachbereitungen und Küchenbau erstmal gar nicht ans malen und zeichnen zu denken. Höchstens ans malern. Ha. Jetzt vor Kurzem aber war Raum da. Und Zeit. Bzw. habe ich sie mir genommen. Wer diesen Blog hier verfolgt, weiß, dass ich eher zeichne und mit Brush Pens und Markern unterwegs bin. „Nasse“ Materialien und Malen war in den letzten Jahren echt nicht meine Wahl. Aber im Laufe der Zeit habe ich auf DeviantArt, Kunstmärkten, bei Ausstellungen und in Youtube-Videos soviele wunderbare Aquarelle und deren Schaffungsprozess gesehen, dass ich oft gedacht habe: warum nicht mal probieren? Es sah nach Spaß aus 😉 Andererseits wusste ich nicht viel darüber wie man mit Aquarellfarben malt. Alles was ich kannte war Acryl, womit ich vor einer Weile in meiner Freizeit öfter mal gemalt habe. Und davor die klassischen Wasserfarben in der Schule. Eine große Hilfe war mir das folgende Video von zeilenzumtee 😀

„Aquarell für Anfänger – 4 Techniken | DIY Lesezeichen | Mini Verlosung (Beendet)“, via zeilenzumtee (Youtube)

Danach wusste ich, dass Aquarellfarben lange vermalbar sind, man ggf Trockenzeit mit einberechnen muss und dass ich durstige Pinsel und starkes Papier brauchen würde. Normales wellt sich zu stark und die Oberfläche wird durch das häufige vermalen und auftragen angegriffen und beginnt zu „fusseln“. Genauso wie im Video gezeigt, musste ich auch früher oder später das Bild auf einer Unterlage mit Malerkreppband festkleben, weil sich auch das starke Papier etwas gewellt hat. Unter dem Begriff durstige Pinsel konnte ich mir wenig vorstellen, aber ich schaute nach sehr weichen Pinseln, die viel Wasser aufnehmen können. Allerdings habe ich mich an Kunsthaarpinsel gehalten und sehe noch nicht so wirklich einen Grund mir teure Echthaarpinsel zu kaufen. Die Preise haben nach oben scheinbar keine Grenzen. So habe ich mir einen Flachpinsel, verschieden große und dünne Rund- bzw. Spitzpinsel geholt und ein geiles Teil, das ich vorher tatsächlich nicht kannte: einen Verwaschpinsel. Das ist tatsächlich der mit dem ich am meisten gearbeitet habe. Das ist der etwas dickere, der so fein zur Spitze zusammenläuft.

Mein „Malkasten“ ist von der Firma Lukas und sehr erschwinglich. Das war der, der im Baumarkt rumlag. 😉 Die Farben lassen keine Wünsche offen und obwohl die kleinen Farbnäpfe wirklich winzig sind, habe ich schnell gelernt, dass Aquarell sehr stark pigmentiert und ergiebig ist. Davon werde ich wohl also doch noch eine Weile etwas haben. Dank der Arbeit mit Brush Pens bin ich nicht zum Grobmotoriker geworden und es klappt noch einigermaßen, auch wenn ich lange keine „echten“ Pinsel angefasst habe. Es hat Spaß gemacht 🙂 Mein Freund hat ganz ketzerisch gefragt, ob es zwischen Aquarell- und Wasserfarben einen Unterschied gibt und nicht einfach einen normalen Schul-Malkasten nehmen kann. Naja, vom Namen her steckt in beidem „Wasser“ und man kann schließlich alles davon mit Wasser auftragen. Aber die Aquarellfarben sind scheinbar länger mit Wasser vermalbar und man kann mit der Intensität viel mehr variieren, dadurch dass sie so lange vermalbar sind. Ich kann verstehen, warum soviele auch gerne Handlettering damit machen. Schließlich kann man die Farben vermischen, was einem bei anderen Brush Pens schon mal den Stift ruinieren kann. Ich habe auch (in Anlehnung an das Tutorial von zeilenzumtee) ein Bild angefangen. Aber dazu gibt es hier erstmal nur einen Teaser und das nächste Mal ein WIP 😉 Ihr seht aber schon wo die Reise hingeht …

Header image photo credit: Nick Collins

Malt ihr und habt selber schon mit Aquarellen gearbeitet? Wie kommt ihr damit klar? Habt ihr Tipps für mich? Wie steht ihr eigentlich zum Kauf von Kunstbedarf? Kann das teure Zeug was oder vertretet ihr auch die Meinung, dass die günstigeren Produkte einen oftmals genauso weit bringen?

WIP: „Happy Monster Forest“

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich könnte solche animierten WIPs stundenlang angucken. Die Zwischenschritte bis zu einem fertigen Bild finde ich immer wieder spannend, selbst wenn es mein eigenes ist und ich die noch ganz gut in Erinnerung habe. Damit fühlt sich die Arbeit, die dahinter steckt und der Schaffungsprozess nicht mehr ganz so flüchtig an. Das Bild was ich euch heute zeige hat eine relativ sprunghafte und wendungsreiche Entstehungsgeschichte …

Als ich gefühlt vor Ewigkeiten die erste Staffel der Serie Channel Zero schaute, war ich positiv überrascht. Mal was anderes, slightly creepy. Es gibt darin eine Stelle, in der die Kamera den Wald fixiert und es dem Zuschauer überlässt sich zu überlegen, ob darin etwas gruseliges lauert. Das fand ich ganz spannend und wollte die Idee in ein Bild packen. Grünzeug zeichnen liegt mir auch und macht mir viel Spaß. An die Szene im Film habe ich mich dabei nicht gehalten, sondern was eigenes versucht. Ich hätte gern über Schraffur einen Tiefeneffekt erzeugt und viele Grauschattierungen eingearbeitet die als Verlauf bis zur Mitte dann ins Schwarz übergehen. Und das Schwarz sollte ein hypnotischer, leerer Fleck in der Mitte sein. Der Effekt, dass das Grünzeug quasi aus dem Passepartou platzt sollte das unterstreichen.

Da ihr nun das Bild gesehen habt, wisst ihr, dass es das nicht ganz geworden ist. ^^‘ Aber mit Intention. Erstmal lag das Bild eine ganze Weile. Eine ganze Weile. Dann holte ich es irgendwann aus der Versenkung, war irgendwie in einer witzigen Stimmung, hatte gute Laune und da kam mir die Idee, dem ganzen eine andere Note zu geben. Ich wollte, dass es witzig, aber auch etwas creepy ist. Dadurch wich die reine Schwärze dem grinsenden Etwas. Es sollte Gedanken auslösen wie „Was ist das? Ein Mensch ja nicht!“ und dass es auf den zweiten Blick creepy wird, weil das breite Grinsen umso mehr den Eindruck erweckt, dass das Ding eine Intention hat. Warum versteckt es sich im Dunkel? Ist mir das geglückt?? 🙂 Übrigens gibt es da noch eine zweite Stufe. Ich habe mir überlegt daraus eine kleine Animation zu machen, die ich euch dann wahrscheinlich in den nächsten Wochen zeige.

Header image photo credit: Amaury Salas

Habt ihr auch so ein Ding, an dem ihr länger gesessen habt und dass dann seine Bedeutung verändert hat? Bzw. dessen Bedeutung ihr dann verändert habt? Vielleicht ist es manchmal sehr hilfreich etwas liegen zu lassen – manchmal wahrscheinlich aber auch nicht. Das Snippet hier lasse ich beispielsweise gerade wieder liegen, bis meine Stimmung passt um es weiterzuzeichnen. Was irgendwie nicht so angenehm ist, da ich dafür (entgegen eures Raten was es damit auf sich hat 😉 ) eine relativ düstere brauche. Und das will ich eigentlich nicht XD Quel dilemme! Ich warte einfach bis November und es graues Regenwetter gibt, das passt dann auch.

WIP: „Who’s the Animal?“

Nach sovielen Fundstücken wird es mal wieder Zeit für was anderes – in dem Fall ein „Work in Progress“ eines meiner Lieblingsbilder von mir. Das klingt furchtbar selbstverliebt, aber hey … was wäre das, wenn wir nur Zeug zeichnen würden, das wir selber nicht mögen? Das wäre wie schießen auf bewegliche Ziele. Das Bild, das ich euch heute zeige hat schon 5 Jahre auf dem Buckel. Inzwischen kann ich Füchse glaube ich etwas besser zeichnen. Aber ansonsten mag ich die Details immer noch sehr gerne und es erinnert mich etwas an die Serie „Hannibal“.
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